Boris Becker

Am 21. Juni erklärte ein britisches Gericht Boris Becker für zahlungsunfähig. Im indischen Horoskop läuft seit einem Jahr eine Venus/Merkur-Planetenphase. Besonders eng wurde es für Becker im Mai mit Beginn des Sonne Pratyantar Dasha. Die Sonne steht gemeinsam mit Merkur im 12. Haus der Ausgaben und Verluste. Venus steht in sehr guter Würde in ihrem Mulatrikona Waage im 11. Haus, das große Gewinne anzeigt. Das spiegelt den akuten finanziellen Engpass anschaulich wider.

Rashi D1 (tropisch)

Der Mond spielt im indischen Horoskop beim Thema Reichtum eine besondere Rolle. Ihm untersteht das Wachstum, das bei einem starken Mond in angemessener Weise jene Bedürfnisse erfüllen kann, die den Menschen in die Lage versetzen, seine Verpflichtungen (in erster Linie gegenüber Eltern und Familie) zu erfüllen. Beckers Mond steht einerseits in seinem eigenen Zeichen Krebs, andererseits in einem Kemadruma Yoga, was einen im Grunde unzufriedenen, unglücklichen und „armen“ Mond anzeigt. Was ihn unterstützt, ist seine Position im 9. Haus der Sonne und die überaus starke Venus im Kendra des Mondes. Mit Venus auf der Knotenachse hat ihr Reichtum eine schicksalshafte Komponente. Den erworbenen Reichtum eines Tages zu verlieren, könnte sich auf Beckers Psyche sehr destabilisierend auswirken (Mond im 8. Haus vom Lagna).

Boris Becker durchlebt gerade eine schicksalhafte Lebensphase, denn der Radix-AP traf am 1. März mit dem Mondknoten-AP zusammen (Kreuzungspunkt K2). In dieser Zeit trifft der Schatten (das Mondknotenhoroskop) auf das Tagesbewusstsein (die Radix). Am Tag der Urteilsverkündung stand der AP exakt im Quadrat zu Neptun, was allgemein eigentlich einer harten Erfahrung in der Liebe entspricht. Bleibt Becker zu wünschen, dass die Geldkrise nicht in eine Partnerschaftskrise mündet.

Im Mondknotenhoroskop steht der Mond direkt auf der 10. Hausspitze. Dieser Mond möchte im Mittelpunkt stehen und vom Kollektiv geliebt werden. Es ist ein sehr exponierter Mond, der in der Radix am TP 8 liegt, einem Ort des Stillstands. Louise Huber über den Mond am Talpunkt 8:

Nahe beim Talpunkt sprechen wir von einem «Sandwich-Mond». Er ist eingeklemmt in sich widersprechende Strukturen und Verhaltensweisen, woraus ein Kontaktproblem entsteht. Obwohl die Kontaktmechanik beherrscht wird, bleibt dieser Mond innerlich doch allein. Am Talpunkt unterliegt er den Wandlungskräften des inneren Selbst, eine Innenwendung ist notwendig. Hier wird er selbst festgenagelt, eigene Unzulänglichkeiten, berechnende Motive, Profitwünsche fallen auf ihn zurück. Das Bumerang-Gesetz ist erhöht wirksam und verursacht Trennungen von Personen, an denen er hängt, die er allzusehr eingeengt oder missverstanden hat. Er leidet deshalb auch meistens unter Verlustangst, dass Menschen, bei denen er Sicherheit hat, ihn allein lassen und dass er Positionen, Funktionen verlieren könnte. Aber auch hier finden Transformationen der Ich-Natur statt, auch ein Mond kann den Stirb- und Werde-Prozessen dieses Läuterungsfeldes nicht entgehen. Das verlangt meistens eine Ausweitung, ein Überschreiten, ein Abwerfen der schützenden oder abgrenzenden Hülle eines vorher erreichten stabilen Ich-Gefühls. Dieses können wir in der Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, zu einer machtvollen Ordnung, zu irgendeinem Weltbild oder zu Menschen, die wir lieben, etabliert haben. Damit ist gemeint, dass wir im 8. Haus das gefühlsmäßige Anhaften an scheinbaren Sicherheiten, wie wir sie in der Verankerung gesellschaftlicher Strukturen, im Festhalten an geliebten Menschen, am materiellen Wohlstand, an veralteten Meinungen, Vorschriften, Verboten, usw. zu haben glauben, aufgeben müssen. In diesem Loslassen weiten wir unser Bewusstsein aus, erleben eine Ausdehnung unserer seelischen Einbeziehung zu einem immer grösser werdenden Ganzen. In diesem Transformationsvorgang erlebt sich das Gefühls-Ich als Eins mit allem.
Louise Huber, Astrolog Nr. 30

Bleibt Boris Becker nur zu wünschen, dass er diese Herausforderung meistern wird.

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