Die Mondknoten auf der Substanzachse

„Triffst Du Buddha unterwegs, töte ihn!“

In Kürze wird die Mondknotenachse im tropischen Zodiak die Denkachse Zwillinge/Schütze verlassen und zur Substanzachse Stier/Skorpion wechseln.

Ging es in den letzten 18 Monaten noch um INFORMATION, so steht nun die FORM oder SUBSTANZ im Vordergrund.

Im Sommer 2022 wartet außerdem Uranus im Stier auf die Begegnung mit der Mondknotenachse, die in Konjunktion mit Mars plötzliche aggressive Gewaltausbrüche ankündigt. Da der aufsteigende Mondknoten Rahu für chaotisches Handeln aufgrund mangelnder Unterscheidungsfähigkeit steht, befinden wir uns offenbar an der Schwelle einer Zeit intensiver und unerbittlicher Auseinandersetzungen. Wahrscheinlich vermittelt uns bereits der Eintritt der Mondknotenachse in den Stier einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Ereignisse.

Der aufsteigende Mondknoten erzeugt chaotische Zustände, die durch das Verharren in veralteten Denk- und Reaktionsmustern entstanden sind, und erzwingt die Bereitschaft, Neues dazuzulernen. Nur diese Erweiterung unseres Bewusstseins erlaubt uns, der Ganzheit und Vollständigkeit des individuellen Seins näher zu kommen. Denn auf der Mondknotenachse herrscht stets ein Ungleichgewicht, weil wir uns in der Vergangenheit auf jene Themen konzentriert haben, die der südlich absteigende Mondknoten anzeigt, weshalb andere Lebensthemen bislang unentwickelt geblieben sind, die wir nun am aufsteigenden Mondknoten entwickeln sollen.

Obwohl ihre Vorgehensweise sich erheblich unterscheidet, arbeiten die beiden Mondknoten zusammen. Der absteigende Mondknoten Ketu ist übermäßig selbstkontrolliert und manchmal geradezu vorstellungsfixiert in seiner Vorgehensweise, während es dem aufsteigenden Mondknoten Rahu an Unterscheidungsfähigkeit und durch sein chaotisches Vorgehen an Kontrolle mangelt. Rahu kreiert Chaos, das Ketu dazu zwingt, die Kontrolle loszulassen und Flexibilität, Hingabe und Losgelöstheit zu entwickeln. Je überkontrollierter Ketu ist, umso chaotischer wird Rahu sein. Daher erlaubt die Bewältigung der Rahu-Themen Ketu die Erfahrung von Losgelöstheit, Akzeptanz und wahren Frieden.
Die Mondknoten Rahu und Ketu

Das Zeichen Stier

Im Zeichen Stier spielt die Substanz – sei sie materiell oder geistig – die Hauptrolle. Der nördlich aufsteigende Mondknoten Rahu weist hier auf die Notwendigkeit hin, jegliche Substanz oder Sicherheit zu begrüßen und anzunehmen, welche die Umwelt dem Einzelnen zur Verfügung stellt, um seine physische und geistige Substanz zu sichern, zu schützen und zu verteidigen. Der südlich absteigende Mondknoten Ketu in Skorpion lehnt es jedoch kategorisch ab, sich auf äußere Sicherheitsmaßnahmen zu verlassen oder diese anzunehmen, denn es besteht eine große Angst davor, die Kontrolle an die Außenwelt abzugeben.

Vertrauen oder Kontrolle?

Die lebenswichtigste Substanz für jeden Menschen ist der physische Körper, den es stets vor Krankheit und Verletzungen zu schützen gilt. Mit der Mondknotenachse auf der Substanzachse wird das Bemühen um diesen Schutz jedoch potenziell zur Kampfarena der Schattenplaneten Rahu und Ketu. Es liegt nahe, dass sich die künftigen Auseinandersetzungen, die spätestens im kommenden Sommer massive Auswirkungen zeigen werden, am Thema Impfen und überhaupt der geeignetsten Vorgehensweise im Kampf gegen die COVID-19 Pandemie entzünden werden.

Die Gegner der Vorbeugungsmaßnahmen – „Impfen“, Maske und Abstand halten – vertrauen offenbar allein auf sich selbst, ihren Erfahrungen und ihren gewohnten Denk- und Verhaltensweisen, die jeweils die Mechanismen des absteigenden Mondknotens im Skorpion widerspiegeln.

So vertrauen manche solchen Menschen, die an eine große Welt-Verschwörung[1] glauben, welche die Menschheit unterdrücken und über Impfstoffe manipulieren will. Diese Gefahr ruft natürlich massive, paranoide Abwehrkräfte des Zeichens Skorpion auf den Plan.

Andere Gegner befürchten, wie beispielsweise manche Anhänger der Anthroposophie, eine Manipulation ihrer seelischen Entwicklung durch den Kontakt mit einem abgeschwächten Krankheitserreger, weil ihr Begründer Rudolf Steiner in einem Vortrag[2] vor über hundert Jahren behauptete, „dass man gegen die Anlage zur Spiritualität impfe“.

Es gibt natürlich noch viele andere, durchaus berechtigte Gründe wie die Angst vor Nebenwirkungen oder vor unbekannten Spätfolgen, wie sie zum Beilspiel nach der Impfung gegen die Schweinegrippe im Jahr 2009 auftraten. Zumal die neuen Impfstoffe in unglaublich kurzer Zeit und teilweise mit einem vollkommen neuen Verfahren entwickelt und hergestellt worden sind, die viele Menschen an genetisch manipulierte Substanzen erinnern, und von denen man nicht wissen kann, welche Folgen sie in zwanzig, dreißig Jahren haben könnten.

Wir wissen also nichts, und müssen der Wissenschaft vertrauen und dabei die Kontrolle an sie abgeben, oder wir vertrauen unserem Instinkt, der sich jedoch allzu häufig hinter den diffusen Nebelfeldern und Kontrollzwängen des südlichen absteigenden Mondknotens verbirgt.

Die individuelle Gefahr – im Horoskop ablesbar?

Um die persönliche Gefahr besser einschätzen zu können, könnte im individuellen Geburtshoroskop geprüft werden, in welches Haus die Mondknotenachse wechseln wird. Wandert der nördliche Mondknoten zum Beispiel in das 6. Haus oder Zeichen vom Aszendenten (oder vom aufsteigenden Mondknoten), kann ein direkter krankheitsbezüglicher Einfluss des Transits vermutet werden. Das Gleiche gilt für das 8. und das 12. Haus, den Dushtana oder Häusern des Übergangs der Indischen Astrologie. Betroffen wären damit vor allem Aszendenten in den Zeichen Zwillinge, Waage oder Schütze.

Ein prominentes Opfer ist der Schlagersänger Tony Marschall, der sich im Oktober, trotz zweifacher Immunisierung im Frühjahr, mit dem Corona-Virus angesteckt hatte und Mitte des Monats auf der Intensivstation kurzfristig beatmet werden musste. Anfang November konnte er bereits wieder entlassen werden. In seinem Horoskop sehen wir einen Waage-Aszendenten mit Stier als 8. Zeichen vom Aszendenten. Am 4. Oktober erreichte der Transit-Mondknoten die Opposition zu seiner Radix-Stellung auf 3° Zwillinge im 8. Haus (→ Mondknoten-Transitzyklus). Offensichtlich hatte ihn sein Instinkt bzw. Vertrauen, im Frühjahr das Impfangebot anzunehmen, vor einem tödlichen Krankheitsverlauf bewahrt. Denn mit dem bevorstehenden Wechsel in das 8. Zeichen (Rāshi) vom Waage-Aszendenten gehört der 83jährige Sänger auch aus astrologischer Sicht zu einer Risikogruppe. Er stirbt wahrscheinlich nicht an den Folgen einer Infektion mit dem Corona-Virus, sondern eines Tages aus anderen Gründen.

Vor 20 Jahren…

hatte übrigens ein Coronavirus zum ersten Mal eine Pandemie ausgelöst: die SARS-Pandemie 2002/2003. Sie nahm ihren Ausgangspunkt am 16. November 2002 in der nördlich von Hong Kong gelegenen Stadt Foshan und weitete sich im Verlauf des Jahres 2003 zur Pandemie aus.

SARS-Pandemie 2002/03

Die Mondknotenachse befand sich damals wie heute auf der Denkachse und wechselte im April 2003 zur Substanzachse Stier/Skorpion. Vor Beginn der Pandemie kündigte bereits die Mondfinsternis im Mai 2002 mit der Mondknotenachse auf der Horizontachse von Foshan die Krise an (zur Beteiligung der Eklipsen im Vorfeld siehe auch die → Notizen zum Coronavirus). Damals lernte ich einige klassisch arbeitende Homöopathen kennen, die sich in der Regel kritisch zum Thema Impfen äußern. Mein damaliger Hausarzt bot Homöopathie als Ergänzung an, ermittelte die homöopathischen Mittel jedoch nicht nach dem klassischen Verfahren eines zweistündigen Interviews, sondern verwendete hierfür kinesiologische Tests. Er verordnete mir daraufhin einige Mittel, die ich natürlich, beeinflusst von meinen neuen Kontakten, NICHT eingenommen hatte. Ich meinte, es besser zu wissen, erkannte aber Jahre später, dass der Arzt eigentlich ziemlich richtig gelegen war. Tatsächlich wurde ich mit der Mondknotenachse auf der Substanzachse geboren und damals Opfer meines kämpferischen absteigenden Mondknotens im Skorpion.

Der Glaube an „Autoritäten“

Den eingangs erwähnten Spruch aus dem Zen-Buddhismus fasse ich als Aufforderung zu eigenem Denken auf, das immer wieder bereit sein sollte, sich von vermeintlichen Autoritäten zu emanzipieren. Nur so kann eine Entscheidung aus dem inneren Kern heraus getroffen werden, bei der die Astrologie unterstützen kann, von der ich mich jedoch nicht versklaven lassen würde. Mit dem aufsteigenden Mondknoten im Stier und einem Aszendenten in Zwillinge nahm ich dieses Jahr intuitiv das Angebot einer Impfung an und fühle mich heute von der Astrologie ein weiteres Mal darin bestärkt, da ich mit ihrer Hilfe eine Lektion des aufsteigenden Mondknotens im Zeichen Stier lernen konnte.

[1] Der aktuelle Neptun-Transit durch sein Domizil-Zeichen Fische fördert den Glauben an eine weltweite Verschwörung.
[2] Übrigens kurz bevor die Spanische Grippe mehr Todesopfer forderte als der zu Ende gehende Erste Weltkrieg.

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