Archiv der Kategorie: Ich

Donald Trump, ein Narzisst?

Immer mehr Psychologen lassen verlauten, Donald Trumps Erscheinen und Auftreten lege eine narzisstische Persönlichkeitsstörung nahe. Kennzeichen des Narzissten ist die übersteigerte Vorstellung von der eigenen Bedeutung bei gleichzeitiger Unfähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen und Empathie oder Mitgefühl zu entwickeln. Außerdem die Neigung zu übertreiben, zu lügen und zu täuschen.

Narzissmus hat in der Regel eine Geschichte. Meist entsteht er bereits in der frühen Kindheit. Die Eltern hatten wenig bis keine Einfühlung und missbrauchten ihr Kind seelisch, indem sie es für ihre eigenen Interessen ausgenutzt, manipuliert und ausgebeutet haben.

Finden sich im Horoskop von Donald Trump Hinweise auf Narzissmus? Weiterlesen

Śri Aurobindo Ghose

Vom indischen Freiheitskampf zum Integralen Yoga

Radix

Radix

Aurobindo Ghose kam am 15. August 1872 in Kalkutta auf die Welt1. Sein Titel Śri weist in Indien auf eine Person hin, der Respekt zu erweisen ist. Sein Vorname Aurobindo ist ein Sanskritname für Lotus (aravinda), die Blume, die später in seinem Symbol auftauchen wird. Sein Vater war Arzt, der seine Söhne nach Großbritannien in die Schule schickte, als Aurobindo sieben Jahre alt war. Als Atheist wollte der Vater seine Söhne von indischen Einflüssen fernhalten und ihnen eine ausschließlich europäische Ausbildung zukommen lassen. Zurück in Indien sollten sie in der britischen Verwaltung wichtige Posten übernehmen. Weiterlesen

Samudra Manthan – Der aufgewühlte Ozean

Fast jeder Hindu kennt die Geschichte vom Quirlen des Milchozeans aus dem Mahabharata, dem Ramayana oder den Puranas.

Es war einmal vor langer Zeit, da verlor Indra, der Herrscher der Götter (Adityas), seine Macht und sein Königreich, weil er es an Respekt gegenüber einem alten Weisen mangeln ließ. Indra wandte sich an Gott Brahma um Hilfe, der ihm den Rat gab, im Milchozean nach Amrita zu suchen, das ihm seine Unsterblichkeit wieder zurückgeben könne. Für dieses außerordentliche Unterfangen bedürfe er aber der Hilfe sowohl der Götter als auch der Dämonen (Asuras). Weiterlesen

Wer bin ich?

Buddha, der „Erwachte“, stellte fest:

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.“

Diese Aussage betont die große Bedeutsamkeit, die das Denken für den Menschen besitzt. Doch sie sagt nichts darüber aus, was der Mensch jenseits der Gedanken ist. Die Esoterische Psychologie geht davon aus: er ist GEIST (das Leben an sich), der eine SEELE (Bewusstsein) hat, die sich in einer PERSÖNLICHKEIT (Form) manifestiert. Weiterlesen

Warum der Name Astrologische Psychologie?

Warum nannte Bruno Huber seine Methode Astrologische Psychologie? Er distanziert sich mit dieser Bezeichnung zunächst von der psychologischen Astrologie, die in ihren Methoden und Deutungen oft an der Oberfläche bleibt und aus seiner Sicht zentrale Themen vernachlässigt. Er ergänzte sie deshalb um astrologische Methoden zur Ganzheitsschau und zur geistigen Entwicklung. Weiterlesen

Esoterische Psychologie

Die Konstitution des Menschen aus esoterischer Sicht

Aus esoterischer Sicht (Alice A. Bailey bzw. Djwhal Khul) ist der Mensch eine Dreiheit:

1. GEIST = Monade

Damit ist der Lebensaspekt an sich gemeint. GEIST ist das Leben selbst, das durch uns hindurch strömt, mit dem ersten Atemzug den Körper betritt und beim letzten Atemzug ihn wieder verlässt. Dieses in uns „atmende Leben“ ist der göttliche Lebensfunken. GEIST selbst kann sich differenzieren in

  • Wille/Macht (Vater)
  • Liebe-Weisheit (Sohn)
  • Aktive Intelligenz (Heiliger Geist, Mutter).

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Kopa Avastha – Von der Sonne verbrannt

Kommt ein Planet aus geozentrischer Sicht der Sonne zu nahe, wird er durch ihre Lichtstrahlen unsichtbar.

SonneIn der Astrologischen Psychologie steht ein Planet im Abstand von weniger als 9°, dem Konjunktionsorbis der Sonne, in Konjunktion mit ihr. Die Sonne als Symbol für das Selbst-Bewusstsein ist dann identifiziert mit der jeweiligen Planetenfähigkeit, was für die Sonne kein idealer Zustand ist. Die Sonne an sich verleiht dem Menschen die Fähigkeit, sich seiner selbst bewusst zu sein, sich selbst zu betrachten und eine distanzierte Position zu sich selbst einnehmen zu können. Ist die Sonne jedoch durch die Konjunktion mit einem Planeten auf diesen fokussiert, das heißt mit ihm identifiziert, ist ihre Fähigkeit eingeschränkt, eine distanzierte Position zu sich selbst einzunehmen. Weiterlesen

Determination und Freiheit astro-psychologisch

Der Mensch hat einen freien Willen,
aber keinen Willen ihn zu gebrauchen.

Schopenhauer

Die Astrologische Psychologie (Huber- oder API-Methode) möchte im Menschen eine erhöhte Lernfähigkeit anreizen und zum eigenständigen autonomen Denken anstiften. Sie bietet hierzu keine Fertiglösungen an, sondern sie stellt ein Instrument der Selbsterkenntnis zur Verfügung, wodurch Selbstakzeptanz, Kreativität, Lebensfreude und Freiheit des Menschen gefördert werden. Determinierende Techniken, zu denen insbesondere Prognosen gehören, konterkarieren diese Zielsetzung, denn sie forcieren die Unfreiheit und Abhängigkeit des Menschen. Aus Sicht der Astrologischen Psychologie sind die Erlebnisse der Innenwelt jene wirkenden Kräfte, die bestimmen, wie der Einzelne Ereignisse erlebt, beurteilt und auf sie reagiert. Weiterlesen

Determination und Freiheit im Horoskop

Ein Vogel auf der Suche
nach seinem Käfig.
Franz Kafka

Der Astrologie wird gerne die Frage gestellt:

„Ist alles vorherbestimmt
oder sind wir frei in unseren Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten?“

Diese Art der Fragestellung impliziert bereits die Annahme, dass nur eine der beiden Antworten richtig sei: Entweder ist alles vorherbestimmt, oder wir haben einen freien Willen.

Vermutlich liegt die Wahrheit, wie so oft bei Entweder-Oder-Fragen, in der Mitte, in einem Sowohl als Auch. Wir sind determiniert UND wir sind frei. Weiterlesen

Persönlichkeit – Drei Ich-Instanzen

15. Dez 2012 – 08:38:30

Vor einigen Monaten begann ich eine kleine Serie über das Ich und das Selbst im Horoskop aus Sicht der Astrologischen Psychologie. Im Text über Das Ich im Horoskop ging es um die Entstehung des Ich aus Sicht der frühkindlichen Entwicklung, während es im Text über Ich und Selbst im Psychosynthese-Ei um die Beziehung der Begriffe Ich und Selbst geht, die ich am Modell des Psychosynthese-Ei darstelle. Die Astrologische Psychologie verwendet in diesem Zusammenhang oft den Begriff Persönlichkeit, der in der Psychologie keine eindeutige, festgelegte Definition findet. Es kursieren mehrere Dutzend Theorien über die Persönlichkeit, und die Astrologische Psychologie ergänzt diese um die astrologisch-psychologische Sicht. Weiterlesen

Ich und Selbst im Psychosynthese-Ei

Psychosynthese

12. Aug 2012 – 10:27:27

Dieser Text zielt nicht auf die endgültige Klärung der Begriffe Ich und Selbst. Es gibt verschiedene Modelle, die den Aufbau der individuellen Persönlichkeit, von Ich, Selbst, Bewusstsein und Unbewusstem aufzeigen. Sehr brauchbar scheint mir das „Ei“-Modell der Psychosynthese, das ich im Folgenden erläutern möchte und meine Schlussfolgerungen dazu ergänzen werde. Fast alle psychologischen Schulrichtungen haben Modelle des Aufbaus der menschlichen Persönlichkeit ausgearbeitet. Wir dürfen allerdings nie vergessen, dass dies Modelle sind, Landkarten, nicht die Landschaft selbst. Weiterlesen

Das Ich im Horoskop

06. Jun 2012 – 14:09:15

Was ist eigentlich das „Ich“?

Bei Wikipedia lese ich über diesen Begriff:

Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen natürlichen Person, zurückweisend auf das Selbst des Aussagenden.

Das Wort „Ich“ bezeichnet mich, mein individuelles Sein. Individuell bedeutet: getrennt von anderen Seienden (oder auch Nicht-Seienden). Zum Begriff Ich-Erleben erklärt uns Wikipedia weiter:

Das Ich erlebt der Mensch als das eigene Sein in den Ausdrucksformen von Denken, Fühlen und Handeln und betrachtet sich insofern auch meist als den Urheber derselben. Das Ich wird daher als Persönlichkeitsmittelpunkt empfunden, der die Struktur der Person maßgeblich bestimmt.

Ich-Denkmal Weiterlesen

Die geistigen Planeten und der Kreis in der Mitte

23. Jan 2010 – 10:38:36

„Der Neptun ist doch spirituell?“ wurde ich kürzlich gefragt.

In der Astrologischen Psychologie zeichnen wir in die Mitte eines Horoskops stets einen leeren, unberührten Kreis.

C. G. JungDer Kreis in der Mitte steht für das Wesenszentrum, das SEIN, das biblische „Ich bin der Ich bin!“. Im Hinduismus kennt der Advaita Vedanta den Begriff „Atman“: das individuelle (wahre) Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes, die durch diesen Innenkreis dargestellt wird. Das Horoskop umschreibt diese ewige Essenz, die selbst vom Horoskop unberührt bleibt. Sie ist der Beobachter und der Erlebende in der Welt der Manifestation (das Horoskop mit Planeten, Zeichen und Häusern), während sie selbst zeitlos und ewig in der Gegenwart ist. Weiterlesen