Archiv der Kategorie: Astronomie

Das GZ als siderischer Nullpunkt

Seit fast 30 Jahren steht nachstehende Grafik1 im Brennpunkt meines Interesses. Das Galaktische Zentrum (GZ) steht ihr zufolge in einer besonderen Beziehung zum Frühlingspunkt (FP) auf 0° Widder (auch Widderpunkt genannt), dem Beginn des tropischen Zodiaks und des astronomischen Jahres.

Bruno Huber: Galaktische Dimensionen der Geschichte. Astrolog Nr. 44

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Entdeckungshoroskop für Sgr A*

Sagittarius A* (Sgr A*) ist die Radioquelle im Zentrum der Milchstraße. Bei Wikipedia steht über deren Entdeckungsgeschichte:

Schon 1932 lokalisierte Karl Jansky im Sternbild Schütze eine starke Radioquelle. Am 13. und 15. Februar 1974 entdeckten die Astronomen Bruce Balick und Robert Hanbury Brown mit Hilfe des Interferometers am National Radio Astronomy Observatory dort Sagittarius A*.

Näheres zur Arbeit von Karl Jansky kann im Artikel Galaktisches Zentrum und der Maya-Kalender nachgelesen werden. Weiterlesen

Galaktische Zentren und der Mayakalender

gzradiosignalklKarl Guthe Jansky war ein US-amerikanischer Physiker und Radioingenieur. Er entdeckte 1932 die Radioastronomie. Nach monatelangen Untersuchungen fand er heraus, dass die Quelle der Radiointerferenzen, die seine Aufmerksamkeit erregten und die er erforschen wollte, stellaren Ursprungs war. Das empfangene Signal wiederholte sich alle 23 Stunden und 56 Minuten (ein siderischer Tag), und war am stärksten, wenn es kulminierte. Am 16.09.1932 empfing Jansky um 19.10 EDT in Holmdel das stärkste Signal und konnte als Quelle das Sternbild Schütze bestimmen, in dem der Astronom Howard Shapley das Zentrum der Milchstraße vermutete. Heute trägt die Radioquelle die Bezeichnung Sagittarius A* (Sgr A*). Sie ist das Zentrum unserer Milchstraße, das Galaktische Zentrum. Weiterlesen

Zeitalter des Pegasus

Wassermann (Urania's Mirror)

Wassermann (Urania’s Mirror)

Astrologen rätseln seit Jahrzehnten, wann denn nun das Zeitalter des Wassermanns beginnt. Spätestens seit dem Musical Hair ist es in aller Munde. Gemeint ist der Ingress des Frühlingspunktes in das STERNBILD Wassermann. Astronomen unterteilten im Jahr 1922 den Himmel recht willkürlich in 88 Sternbilder. Das Sternbild Wassermann erstreckt sich seitdem zwischen einer Rektaszension von 20h38m19s bis 23h56m27s und einer Deklination zwischen −24°54′ 15″ bis +3°19′ 32″. Für Astrologen sind diese Angaben schwierig umzusetzen, denn sie orientieren sich nicht am Himmelsäquator wie die Astronomen, sondern an der Ekliptik. Das benachbarte Sternbild Fische überlappt sich mit Teilen des Sternbilds Wassermann, wenn man den astronomisch definierten Ort auf die Ekliptik der Astrologen projiziert. Es gibt deshalb keinen abrupten Übergang von Fische zu Wassermann.  Weiterlesen

Heliozentrische Planetenknoten

Als Planetenknoten bezeichnet man die Schnittpunkte der Planetenbahnen mit der Ekliptik. Wie beim Mondknoten gibt es je Planet einen aufsteigenden und einen absteigenden Knoten. Beim aufsteigenden Knoten überquert der Planet die Ekliptik in Richtung Norden (Nordknoten), beim absteigenden wandert er südwärts (Südknoten).

Heliozentrische Planetenknoten (Grafik: Harald Zittlau)

Heliozentrische Planetenknoten (Grafik: Harald Zittlau)

Nur die heliozentrischen Planetenknoten bilden eine Achse, weshalb humanistisch orientierte Astrologen wie Dane Rudhyar, Jeff Green, Noel Tyl und auch Bruno Huber ihnen den Vorzug geben. Da sie mit der Bewegung der Erde um die Sonne zusammenhängen, sollte bei der Deutung immer die Sonne als Zentralgestirn unseres Systems berücksichtigt werden. Im Zentrum steht dort nicht die Erde und die Persönlichkeit, das „niedere“ (irdische) Selbst, sondern die Sonne als Zentrumsfaktor des „höheren“ Selbst (Seele). Der Beobachter im Zentrum des Horoskops wird einer neuen Perspektive gewahr: der solaren. Weiterlesen

Messier-Objekte

Seitdem neben dem Galaktischen Zentrum das „supergalaktische Zentrum“ (Virgo Cluster) Einzug in meine astrologischen Forschungen genommen hat, ist auch mein astrologisches Interesse für die Messier-Objekte geweckt worden.Charles Messier Radix

Der französische Astronom Charles Messier war im 18. Jahrhundert ein „Kometenjäger“. Kometen waren damals ein sehr beliebtes Forschungsobjekt. Bereits als 13jähriger Junge hatte Messier 1744 die Gelegenheit, den spektakulären sechsschwänzigen Kometen Klinkenberg am Himmel beobachten zu können. Die partielle Sonnenfinsternis, die er am 25. Juli 1758 in seinem Heimatort Badonviller hautnah miterleben konnte, besiegelte sein weiteres berufliches Schicksal: Astronom wollte er werden und begann als 21jähriger seine Forschungstätigkeit am Observatorium im Hôtel de Cluny in Paris. Dort erlernte er die Grundzüge der Astronomie und von sämtlichen Beobachtungen genaue Positionsangaben zu machen.

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Galaktische Faktoren im Horoskop

Quelle: Harald Zittlau

ErdeUnsere Erde dreht sich gemeinsam mit den anderen Planeten um die Sonne. Zusammen bilden sie das Sonnensystem. Das Sonnensystem ist Teil der Galaxie „Milchstraße„, und es dreht sich um das Zentrum dieser Milchstraße, das Galaktische Zentrum (GZ). Von der Erde aus gesehen befindet sich das Galaktische Zentrum im Sternbild Schütze, genau genommen an der Grenze der Sternbilder Skorpion und Schütze, knapp über dem Schwanz des Skorpions mit seinem Giftstachel.

Zodiakale Position des GZ im Jahr 2000: 26°51′ Schütze.

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Bruno Huber: Pluto, ein Chaot?

16. Apr 2013 – 22:03:05

Heute hielt ich zufällig ein älteres Astrolog-Heft in Händen (Zeitschrift für Astrologische Psychologie Ausgabe Nr. 48 vom 18. Februar 1989) und las wieder einen wunderbaren Artikel des Schweizer Astrologen Bruno Huber, den ich hier in voller Länge wiedergeben möchte. Bruno Huber wurde während seines Astronomie-Studiums an der Zürcher ETH auf die Astrologie aufmerksam. Es schreibt also ein Fachmann der Astronomie und der Astrologie.

Der Text kann auch von Nichtabonnenten online auf der Web-Seite des Astrolog-Magazins gelesen werden.

 

balken

Pluto — ein Chaot?

von Bruno Huber, Astrolog Nr. 46  vom 18. Februar 1989

Plutos Bahn um die Sonne ist „chaotisch“, sagen die Astronomen. Er fügt sich nicht lückenlos in die Ordnung des Sonnensystems ein und ist deshalb über grössere Zeiten unberechenbar.

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Das Königreich der Schlange

18. Dez 2012 – 11:27:51

Vor ein paar Tagen wurde ich von einem Leser des Starfish-Blogs nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass am 21. Dezember 2012 die aufgehende Sonne mit der Galaktischen Ebene, das ist das milchige Sternenband unserer Galaxie (Milchstraße), im Osten aufgehen und die Milchstraße im Westen auch untergehen wird, und zwar bezogen auf die Gegend, in der sich das antike Maya-Reich befand. Im Juni erklärte ich dazu bereits, dass dieses „Galactic Alignment“ kein Beweis dafür ist, dass in drei Tagen die Welt untergeht.

Als reales Bild präsentiert sich die Milchstraße auf der südlichen Halbkugel, wo die Sonne bei Blickrichtung nach Norden rechts im Osten aufgeht (davon konnte ich mich selbst vor zwanzig Jahren auf der Insel Bali überzeugen), folgendermaßen:Milchstraße
Bei uns auf der Nordhalbkugel ginge die Sonne im Osten natürlich links auf, wenn wir nach Süden schauen. Weiterlesen

Astronomische Sicht der Nakshatras

05. Dez 2012 – 08:46:03

In den vergangenen zwölf Monaten präsentierte ich hier im Starfish-Blog die 27 Nakshatras der indischen Astrologie. Auf der Wikipedia-Seite heißt es dazu:

Die Nakshatra (…) sind eine Einteilung der Ekliptik in 27 lunare Sterngruppen in der traditionellen indischen Astronomie und Astrologie.

Ekliptik (Wikipedia)

Ekliptik (Wikipedia)

Seit letztem Jahr hege ich großen Zweifel daran, dass die Nakshatras als Einteilung der Ekliptik in 27 Abschnitte aufzufassen sind. Weiterlesen

Raumsonde Voyager

18. Aug 2012 – 08:18:36

Raumsonde VoyagerVor 35 Jahren startete ein Erfolgsprojekt der NASA in den Weltraum: die Voyager-Raumsonden zur Erkundung unseres Sonnensystems.

Die Sonde Voyager I, die am 5. September 1977 gestartet wurde, sollte die Wissenschaftler mit Informationen über die Planeten Jupiter und Saturn versorgen. Ihre Schwestersonde Voyager II, die bereits knapp zwei Wochen zuvor am 20. August 1977 startete, komplettierte die Daten über Jupiter, Saturn und deren Monde. Sie erreichte wenige Jahre später außerdem die Planeten Uranus und Neptun und lieferte in den 1980er Jahren spektakuläre Bilder dieser beiden Gasriesen.

Pluto und der aufsteigende Mondknoten

Start Voyager IIBeim Start der ersten Raumsonde, Voyager II, standen Pluto und der aufsteigende Mondknoten am Waage-Aszendenten. Pluto am Aszendenten deutet in der Regel auf einen Menschen hin, der von sich glaubt, dass er jemand ganz besonderes sei und eine außerordentliche Kraft oder Potenz in ihm stecke. In gewisser Weise ist das nichts außergewöhnliches, denn glaubt man dem, was zum Beispiel Jesus laut Neuem Testament gesagt haben soll oder die vedischen Rishis schon Jahrtausende zuvor erkannt hatten, haben wir alle einen ganz außerordentlichen Kern in uns, der eins ist mit dem Absoluten, Göttlichen (Brahman). Diesen göttlichen Kern im Menschen nennen die Veden Atman.

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Aurora-Shootings: Karma und Rachegöttinen in Aktion

21. Jul 2012 – 22:38:44

In den USA sind wieder nach einer sinnlosen Schießerei 12 Tote und mindestens 70 Verletzte zu beklagen (fast auf den Tag genau ein Jahr nach den Ereignissen auf der norwegischen Insel Utøya). Ich bin zu den „Aurora-Shootings“ auf Asteroiden- und Mythensuche gegangen.  Weiterlesen

Das Phänomen „Galactic Alignment“

03. Jun 2012 – 19:46:22

Mein nächstes Blog-Projekt sollte ein Text über das Tierkreiszeichen Zwillinge werden, in dem morgen eine Mondfinsternis, d.h. ein Vollmond in der Nähe der Mondknotenachse, und am Mittwoch in der Frühe der von Astronomen so bezeichnete „Venus-Transit“ stattfinden wird. Aber ich fand seit Tagen nicht so recht den Einstieg. Ich brauche manchmal einen Aufhänger, oder Aufreger, quasi als Angelhaken, um in das Thema tiefer einzusteigen. Da begegnete mir heute morgen beim Surfen auf der Suche nach Inspiration wieder dieses Kuriosum des Jahres 2012 – The Galactic Alignment! Und schon habe ich eine Idee, wie ich den Text über die Energie des Zeichens Zwillinge vermitteln könnte. Kaum dass ich diese Zeilen geschrieben habe, ruft auch schon eine Freundin an, die die großen Veränderungen für möglich hält, die das aktuelle Jahr bereithalten könnte. Dieses synchron(istisch)e Zusammentreffen werte ich als Bestätigung des intelligenten Universums, dass das mein diesjähriges Zwillinge-Thema wird.  Weiterlesen

Sonnenfinsternis am Goldenen Tor der Ekliptik

20. Mai 2012 – 23:39:04

Der kommende Neumond ist gleichzeitig eine Eklipse: der Mond verfinstert die Sonne. Da in Europa dieser Neumond um 1.47 Uhr bei Nacht stattfindet, ist die Sonnenfinsternis bei uns natürlich nicht sichtbar. Ihre Sichtbarkeit beginnt in Asien, dann wandert sie über den nördlichen Pazifik und endet in Nordamerika.  Weiterlesen

Tithis – 30 indische Mondphasen

20. Apr 2012 – 09:31:17

Seit Jahrtausenden beobachtet der Mensch mit besonderer Aufmerksamkeit den Mond in seiner täglich sichtbaren Wandelbarkeit. Die frühesten schriftlichen Aufzeichnungen eines Mondkalenders stammen aus Mesopotamien und dem Babylonischen Reich. Der babylonische Mondkalender kannte 30 Tage. In Indien ist seit Jahrtausenden bis auf den heutigen Tag ein Mondkalender in Gebrauch, der sehr große Übereinstimmung mit dem babylonischen Mondkalender besitzt. Ein lunarer Tag, das ist ein Dreißigstel des lunaren Monats, wird dort Tithi genannt.  Weiterlesen

Die Mutter, das Seeungeheuer, der Held und Moby Dick

22. Aug 2011 – 19:25:59

Sternbild Cetus

Sternbild Cetus

Im antiken Babylonien sah man im Sternbild Cetus (Walfisch) ein Seeungeheuer, das als Erscheinung der Göttin Tiamat galt. Tiamat stellte das ursprüngliche kosmische weibliche Prinzip des „Salzwasserabgrundes“ dar und war der Gegenpart zu ihrem Gemahl Apzu, dem Prinzip des „Süßwasserozeans“.

Tiamat bedeutet „Sie, die sie alle gebar“, weil sie zusammen mit Apzu in den Urzeiten vor der Schöpfung die ersten Generationen von Göttern gezeugt hat. Sie ist eine Erscheinungsform der „Großen Mutter“ und des Mutter-Archetyps. Nachdem die jüngsten Götter, ihre Kindeskinder, ihre Großeltern Tiamat und Apzu mit ihrem Lärm und ihrem Treiben geweckt hatten, will Apzu die Ruhestörer vernichten. Nachdem er durch den Gott Ea/Enki getötet worden ist, schwört Tiamat Rache und verbündet sich mit ihrem Sohn Kingu, dem sie große Macht verleiht. Zusammen mit einer Armee von Ungeheuern will sie ihre Kindeskinder nun bekämpfen, diese jedoch schicken ihr Marduk, den Sohn von Ea, entgegen. Er tötet Kingu und besiegt auch Tiamat im Zweikampf, spaltet sie und bildet aus den zwei Hälften den Himmel und die Erde (Enûma elîsch).

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Der balsamische Mond

03. Dez 2010 – 11:08:42

Als ich heute Morgen gegen 7.00 Uhr die Jalousien hochzog, fiel mir ein hell leuchtender Stern auf. Ich weiß natürlich: so hell leuchtet kein „Stern“, das ist die Venus! Ein wunderschöner, strahlender Morgenstern. Etwas tiefer entdeckte ich die ganz schwach leuchtende Mond-Sichel: der balsamische Mond.

Balsamischer Mond am 3.12.2010

Balsamischer Mond am 3.12.2010

Auf der nebenstehenden Abbildung des Sternenhimmels für diesen Moment, die ich mit der Software Stellarium erstellt habe, ist die Mondsichel unten links kaum noch erkennbar. Sie wirkte unter der hell strahlenden Morgen-Venus wie dahingehaucht und in Auflösung begriffen.

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