Schlagwort-Archive: Asteroiden

Sommer der Ego-Shooter

Ein Blick in das Horoskop für Deutschland könnte erklären, was gerade passiert.

BRD Alterspunkt 24. Juli 2016

BRD Alterspunkt 24. Juli 2016

Die Bundesrepublik ist 67 Jahre alt, ihr Alterspunkt steht auf 23° Schütze. Er läuft auf ein Trigon zum nördlichen Mondknoten zu. Auf den läuft auch Transit-Uranus auf 24° Widder zu, er steht also auch in Aspekt zum Alterspunkt. Der Alterspunkt ist der Fokus des Bewusstseins, hier des Bewusstseins eines ganzen Landes. Wir alle nehmen gerade vor allem das Plötzliche, Chaotische und Unberechenbare (Uranus) der Ereignisse wahr. Der Alterspunkt steht noch zu einem anderen Himmelskörper in Aspekt, der in meiner Huber-Software noch nicht enthalten ist. Er steht in Opposition zum Plutino Orcus auf 23° Zwillinge. Orcus wurde erst vor 12 Jahren entdeckt. Sehr viele Erfahrungen konnten Astrologen deshalb noch nicht mit ihm machen. Als Objekt des Kuipergürtels hat er jedoch einiges mit Pluto gemeinsam, zum Beispiel fast dieselbe Umlaufzeit um die Sonne. Außerdem ist er wie Pluto ein Gott der römischen UnterweltWeiterlesen

Quaoar

Dieses transneptunische Objekt (TNO) im Kuipergürtel wurde am 05.06.2002 anhand von Fotoaufnahmen des Vortages am California Institute of Technology CALTECH in Pasadena identifiziert und Quaoar benannt.

Als Cubewano umkreist dieses TNO die Sonne in einer nahezu kreisförmigen Bahn, das heißt ohne nennenswerte „Exzentrizität“ und ohne Bahnresonanz zu den äußeren Planeten, speziell Neptun. Seine tropische Umlaufzeit beträgt rund 288 Jahre. Das sind 24 Jahre pro Tierkreiszeichen.

Quaoar D1

Rashi D1 (tropisch)

Im Horoskop für den Moment der Identifizierung des Objektes Quaoar liegt der Aszendent im Zeichen Löwe, das vom Zentrumsfaktor Sonne beherrscht wird. In der indischen Astrologie ist die Sonne Symbol (eigentlich Karaka = Erzeuger) für Atma, das „höhere“, spirituelle Selbst. Sie steht im 11. Bhava, das von Wünschen und Begierden handelt. Insbesondere jene „letzten Wünsche“, die die endgültige Befreiung des Folgehauses (12. Bhava) verhindern und den Verstorbenen immer wieder in eine neue Inkarnation als Mensch hineinziehen. Weiterlesen

Chiron

Sonnensystem mit Chiron-BahnDer Asteroid Chiron feiert heute seinen 36. Geburtstag. Natürlich ist er schon älter, aber in unser Bewusstsein trat er als bekannte Größe heute vor 36 Jahren ein. Es wird vermutet, dass Chiron ursprünglich aus dem Kuipergürtel stammt, der dunklen und kalten Welt jenseits der Neptunbahn, und von der Gravitation der Gasriesen Neptun und Uranus in das Innere des Sonnensystems hineingezogen wurde, wo er heute seine Bahn zwischen Saturn und Uranus zieht. Benannt wurde der Asteroid Nr. 2060 nach der mythologischen Figur des Cheiron (lateinisch: Chiron). Weiterlesen

Der Untergang der MS Estonia

Der Untergang der MS Estonia jährt sich zum 25. Mal. Die Ursachen für das schwerste Schiffsunglück in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind bis heute nicht restlos geklärt. War es ein Sprengstoffanschlag? Oder wird ein Militärgeheimnis vertuscht? Diese offenen Fragen inspirieren immer wieder die Filmkunst zu neuen Thrillern oder Fernsehdokumentationen und die Literaturwelt zu spannenden Kriminalromanen. Im folgenden Text versuchte ich herauszufinden, was uns der Sternenhimmel mit seinen Sternbildern, Asteroiden und Kleinplaneten zu diesem Unglück erzählen könnte…


27. Sep 2012 – 19:11:47

Stapellauf der Viking Sally

Stapellauf der Viking Sally

Vor 18 Jahren sank die Fähre MS Estonia in der Ostsee vor der finnischen Küste. 852 Menschen kamen bei diesem Unglück ums Leben. Es gilt bis heute als schwerste Schiffskatastrophe der europäischen Nachkriegsgeschichte.

Gebaut wurde die Fähre in der deutschen Meyer Werft in Papenburg, wo sie vermutlich auch am 26. April 1980 vom Stapel lief. Damals hieß die Fähre „Viking Sally“. In den folgenden 14 Jahren war die Fähre in Besitz unterschiedlicher Eigner, was jeweils mit einem Wechsel des Namens einherging. Seit Januar 1993 wurde die Fähre von ESTLINE unter dem Namen „MS Estonia“ für den Schiffsverkehr zwischen Estland und Schweden eingesetzt.

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Die Erinyen (Furien) Megaira, Alekto und Tisiphone

26. Aug 2012 – 12:48:08

Die drei Furien (Gustave Doré)

Die drei Furien (Gustave Doré)

Die Erinyen Alekto, Megaira und Tisiphone waren in der griechischen Mythologie drei Göttinnen der Unterwelt, die Verbrechen gegen die natürliche Ordnung rächten. Dabei ging es hauptsächlich um Mord, respektloses Verhalten, Verbrechen gegenüber den Göttern und Eidbruch. Ein Opfer solcher Verbrechen, das Gerechtigkeit forderte, konnte den Fluch der Erinyen auf den Übeltäter herabrufen. Mit diesem Akt bindet sich das Opfer an den Täter, wodurch ein sich ständig wiederholender Kreislauf von Vergeltung und Wiedergutmachung entsteht. Am mächtigsten war der Fluch von Vater oder Mutter auf das Kind, denn die Erinyen selbst entstanden aus solch einem Verbrechen, da sie aus dem Blut des Gottes Uranos entsprangen, nachdem dieser von seinem Sohn Kronos entmannt und damit seiner Schöpferkraft beraubt wurde.  Weiterlesen

Die Olympischen Sommerspiele 2012

28. Jul 2012 – 10:14:37

Olympische Flagge.svgGestern war die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London ab 21.00 Uhr britischer Zeit (20:00 UT). Ich wollte zuvor noch herausfinden, ob die drei Furien (Erinyen), die letzte Woche anlässlich des Massakers in einem amerikanischen Kino meine Aufmerksamkeit erregten, bei der Eröffnung der 30. Olympiade der Neuzeit eine Rolle spielen. Ich war erleichtert, denn sie verhielten sich unauffällig. Im Gegenteil fand ich eine sehr reizvolle Konstellation, die den olympischen Gedanken unterstützt.  Weiterlesen

Aurora-Shootings: Karma und Rachegöttinen in Aktion

21. Jul 2012 – 22:38:44

In den USA sind wieder nach einer sinnlosen Schießerei 12 Tote und mindestens 70 Verletzte zu beklagen (fast auf den Tag genau ein Jahr nach den Ereignissen auf der norwegischen Insel Utøya). Ich bin zu den „Aurora-Shootings“ auf Asteroiden- und Mythensuche gegangen.  Weiterlesen

Shivaratri – Die heilige Nacht Shivas

 

01. Feb 2012 – 18:42:51

Kaum ist ein wichtiger hinduistischer Feiertag zu Ende, steht schon der nächste vor der Tür: Shivaratri, die Nacht des Shiva. Für die Anhänger Shivas ist dies der höchste Feiertag im Jahreskreis, bzw. die heiligste aller Nächte. Gefeiert wird dieses Fest am 14. Tag (Tithi) des abnehmenden Mondes im Hindu-Monat Phalguni (Februar/März). In diesem Jahr fällt dieses Fest auf den 19. Februar.

Der Hinduismus setzt an erste oder höchste Stelle „das“ Brahman, das unwandelbar Absolute, den Urgrund allen Seins, ohne Anfang und ohne Ende. Der transzendente Gott jenseits aller Götter und Gottheiten. Die älteste Bedeutung des Wortes Brahman in den Veden ist „heiliges Wort“ oder „heilige Formel“ (wobei ich, aus der jüdisch-christlichen Kultur stammend, unwillkürlich an das hebräische Tetragrammaton JHWH denken muss: „Ich bin der ich bin“, oder „ich werde sein, der ich sein werde“). Dieses „höchste Seiende“ hat drei Aspekte: einen schöpfenden, einen erhaltenden und einen zerstörenden Aspekt. Die drei kosmischen Funktionen des transzendenten Brahman – Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung/Umformung, manifestieren sich in den drei großen Göttern: Brahma, der Schöpfer, Vishnu, der Erhalter, und Shiva, der Zerstörer.

Shiva (Wikipedia)

Shiva (Wikipedia)

Als Zerstörer betont Shiva („der Glückverheißende“) die Vergänglichkeit alles von Brahma geschaffenen und von Vishnu aufrecht erhaltenen. Alles unterliegt dem Zahn der Zeit – Kala – und Shiva ist Kala, die Zeit. Seine weibliche Shakti ist Kali, die Göttin des Todes und der Zerstörung. Shiva ist außerhalb der Trimurti (Brahma, Vishnu, Shiva) der letztlich Formlose, der sämtliche Aspekte des Göttlichen in sich vereint. Seine Anhänger, die Shivaiten, sehen in ihm den Erlöser, den Retter der Welt. In der Legende des Samudra Manthan (Quirlen oder Aufwühlen des Milchozeans) erscheint er als Retter der Welt, als er das Gift des Urmeeres trinkt und so das Universum vor dem Untergang bewahrt.

Shiva Nataraj (Wikimedia)In der Nacht Shivas, Shivaratri, wird dieser Aspekt des Göttlichen, Shiva als Retter und Erlöser, verehrt. Die Puranas erzählen dazu eine Geschichte, wonach Brahma und Vishnu darüber stritten, wer der Höchste von ihnen sei. Plötzlich erschien vor ihnen ein leuchtendes Linga wie eine Feuersäule. Beide konnten weder Anfang noch Ende entdecken und erwiesen daher Shiva die Ehre als dem Höchsten. Shiva trat aus der Feuersäule heraus und sagte: „Wer in Zukunft fastet, Nachtwache hält und mich verehrt, wird von allen Sünden befreit und erlöst werden“.

An anderer Stelle verkündet Shiva:

„In der vierzehnten Nacht der dunklen Hälfte des Monats werde ich im Kali-Yuga (das gegenwärtige Zeitalter) über die Erde gehen. Ganz sicher werde ich in allen Lingas sein, in den beweglichen sowie den unbeweglichen, um die Sünden hinwegzunehmen, welche die Menschen im vergangenen Jahr begangen haben; darum wird derjenige, der mich in dieser Nacht mit Mantren verehrt, von Sünden frei sein“. (Quelle: Wikipedia)

Hindus aller Traditionen feiern mit Fasten, Durchwachen der Nacht, mit Gebeten und Rezitationen von Shiva-Mantras diesen Tag. Sie übergießen rituell ein Linga mit Milch, Joghurt, Butter und Honig und schmücken es mit Blüten und Blättern. Das Fasten und die rituelle Verehrung Shivas sollen den Gläubigen von Nichtwissen und Ignoranz befreien und an die Gegenwart des transzendenten Gottes Brahman im Gläubigen selbst (Atman) erinnern.

Shiva-Lingam (Wikipedia)

Shiva-Lingam (Wikipedia)

Ein Linga ist ein säulen- oder zylinderartiger Stein. Manchmal entstehen in der Natur zufällige lingaförmige Gebilde, z.B. an Bäumen oder in Höhlen. In der westlichen Welt sieht man im Linga ein männliches Phallus-Symbol, doch sind die Fachleute sich bis heute nicht sicher, ob es sich beim Shiva-Linga und seine rituelle Verehrung lediglich um einen urzeitlichen Steinkult handelt.

In der indischen Astrologie spielt Shiva direkt keine besondere Rolle, allerdings beherrscht seine frühvedische Erscheinungsform, die Gottheit Rudra („der Wilde, der Brüllende”), das vom aufsteigenden Mondknoten (Drachenkopf) Rahu beherrschte Nakshatra Ardra im Sternbild Orion.

Elf Tage vor der Shivaratri-Nacht (d.h. für das aktuelle Jahr am 8. Februar 2012) beginnen rituelle Zeremonien, die Shivas Erscheinungsform Rudra gewidmet sind: das Maha Rudra Yajna. Yajna wird im Englischen meist Yagya oder Yadna geschrieben (das Sanskritwort wird korrekt „jadschna“ ausgesprochen). Ein Yajna ist ein vedisches Opferritual, das bis in die heutige Zeit in Indien von Priestern zelebriert wird, um die angesprochenen Götter anzubeten und sie um Erfüllung bestimmter Wünsche zu bitten. Wesentlicher Bestandteil eines Yajnas ist das Feuerritual, dem Feuergott Agni gewidmet, in das Opfergaben geworfen werden im Glauben, dass alles, was dem Feuer geopfert wird, die Götter erreichen wird.

Während des Maha Rudra Yajnas werden unter Rezitation vedischer Verse (Mantras) aus dem Yajur Veda durch elf Priester Trankopfer (Milch, Joghurt, Ghee, Honig, Sandelholzpaste, Kokosmilch, Rosenwasser, Orangensaft, Zitronensaft u.a.) über ein Shiva-Lingam gegossen („Rudra Abhishekam”). Dieses Ritual wird insgesamt elf Mal durchgeführt. Beim elften Mal wird ein rituelles Feuer (Agni Puja) entzündet, in das unter Rezitation der vedischen Rudra-Mantras die Opfergaben geschüttet werden. Dieses gesamte Ritual wird an elf aufeinander folgenden Tagen wiederholt bis zum Shivaratri Tag. Die Auffälligkeit der Zahl Elf hängt mit dem Namen Rudra zusammen, der unter anderem „elf“ bedeutet.

Ein Maha Rudra Yajna in Verbindung mit Shivaratri ist nach Auffassung gläubiger Hindus eine Möglichkeit, sich von den Verfehlungen des vergangenen Jahres zu reinigen und schwer zu überwindende Hindernisse und Blockaden im Leben zu zerstören (Rudra-Shiva, der Zerstörer), damit die menschliche Seele wieder empfänglich für das göttliche Licht wird und das Gute und Wünschenswerte erneut in das Leben eintreten kann.

Lese-Tipps:
Puja.net bietet viele Texte, Fotos, Audio- und Filmdateien zu diesem und anderen vedischen Yajnas
Astronomische Daten (Tithi) aus: Sonne-Mond Kalender 2012 von Wolfgang Bartolain, Edition Hier & Jetzt
Komilla Sutton: Maha Shivaratri

Die Herren der Meere – Costa Concordia

15. Jan 2012 – 14:27:31

Im Mittelmeer kam es vorgestern Abend gegen 22.00 Uhr vor der italienischen Insel Giglio zur Havarie eines großen Kreuzfahrt-Schiffes, der Costa Concordia. Mindestens drei Menschen kamen dabei ums Leben.

Costa Concordia HavarieInteressant ist, in das Horoskop für den Moment der Havarie zwei Asteroiden zusätzlich einzutragen. Concordia (Asteroid Nr. 58) befand sich am Freitag auf 2° Steinbock im 4. Haus im Quadrat zu Uranus auf 1° Widder, im Sextil zum Stellium Chiron/Venus/Neptun an der Zeichengrenze Wassermann/Fische und im Trigon zu Jupiter. Die Merkur/Pluto-Konjunktion ist mehr als fünf Grad von Concordia entfernt, was für einen Asteroiden vermutlich ein zu weiter Orb ist.

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Der Asteroid Nr. 3811 „Karma“

13. Okt 2011 – 17:54:26

Am 14. Oktober 1953 entdeckte um 00.19 Uhr EET die finnische Astronomin Liisi Oterma in Turku den Asteroiden Nr. 3811, der den Namen Karma erhielt. (Datenquelle: Asteroiden-Liste von Werner Held)  Weiterlesen

Chiron in Fische

Fische21. Apr 2010 – 23:28:08

Gestern trat nicht nur die Sonne in das Zeichen Stier ein, sondern gleichzeitig der Kentaur Chiron in das Zeichen Fische.

ChironDer mythologische Chiron (auch: Cheiron, Keiron) ist ein Kentaur (Zentaur), ein Zwitterwesen – halb Tier (er besitzt einen Pferdeunterleib), halb Mensch (sein Oberkörper). Mit Ausnahme des Heilers, Astrologen und Musikers Chiron sowie des gastfreundlichen Pholos gelten die Kentauren als heimtückisches und gewalttätiges Volk.

SonnensystemAstronomisch befindet sich die exzentrische Umlaufbahn des Planetoiden Chiron zwischen Saturn und Uranus. An seinem sonnennächsten Punkt schneidet Chiron sogar die Saturnbahn und befindet sich dann der Sonne näher als Saturn.

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