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Vivekānandas Mahāsamādhi

Vor 120 Jahren* starb Swami Vivekānanda in der indischen Klosteranlage Belur Math in Haora, einer Nachbarstadt seiner Geburtsstadt Kalkutta, dem heutigen Kolkata. Es war der 29. Mond-Tag bzw. das 14. Tithi Chaturdashi Krishna Paksha (abnehmende Mondphase) im hinduistischen Monat Āshādha, der dem Sonnen-Transit durch das Tierkreiszeichen Krebs entspricht. Über das Potential dieses Tages schrieb ich:

balsamischer Mond

… wenn in der balsamischen Mondphase die Mondsichel ins Nichts zu verschwinden scheint, ist ein guter Tag für all jene Dinge, von denen wir uns endgültig befreien möchten oder müssen.1

Swami Vivekānanda

Gleichzeitig findet im Monat Āshādha jedes Jahr das Vollmondfest Guru Purnima statt, an dem die Menschen ihrer spirituellen Lehrer (Guru) gedenken und Opfer darbringen. Da sich Vivekānanda zwei Stunden vor seinem Tod von seinen Schülern zur Meditation zurückgezogen hatte, feiern seine Anhänger in diesem Jahr den 120. Jahrestag seines Mahāsamādhi – der Bewusstseinszustand, in dem das Selbst eine besondere Erfahrung auf der Ebene des Überbewussten erlebt, in der das individuelle schauende Selbst mit dem Absoluten, dem universalen Selbst, verschmilzt und sich darin auflöst – das Ende des diskursiven Denkens des Ichs in der Einheit mit dem göttlichen Absoluten und gleichzeitig das Ende des sich ansonsten ewig drehenden Lebensrades Samsara, des Zyklus der Wiedergeburten. Stirbt ein Mensch im Zustand des Samādhi, so bleibt er auch nach dem Tod seines physischen Körpers untrennbar mit dem Absoluten verschmolzen.  Weiterlesen

Bhrigu-Direktionen

Obwohl Direktionen als westliche Prognosetechnik angesehen werden, finden sie sich auch in der indischen Astrologie. Offenbar basieren die Vorhersagen der Palmblatt- oder Nadi1– Astrologie (nāḍi jyotiṣa) auf Direktionen.

In einem Fernkurs des niederländischen Astrologen Roeland De Looff erfuhr ich erstmals von diesen Bhrigu Progressionen. Das Buch Bhrigu Nāndi ḍi des indischen Astrologen R.G. Rao basiert auf den Vorhersage-Techniken der Nāḍi- oder Palmblatt-Astrologie. Palmblatt-Horoskope wurden vor Jahrhunderten im Voraus für Menschen berechnet und niedergeschrieben, die eines Tages nach ihrem Palmblatt-Horoskop fragen werden. Die skandinavischen Astrologen Martin Gansten und Tommy Larsen untersuchten Horoskope der Nāḍi-Astrologie und stellten fest, dass für die Vorhersagen sogenannte Bhrigu-Direktionen (bhṛgu progressions) verwendet wurden. Diese Direktionen funktionieren auf drei Ebenen:

♦ Auf der 1. Ebene werden die Planeten jedes Jahr um 2°30‘ vorwärts bewegt.
♦ Auf der 2. Ebene werden die Planeten jedes Jahr um 30 Grad bewegt.
♦ Auf der 3. Ebene wird jeden Monat alles um 30 Grad vorwärts bewegt.

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Aktenzeichen XY… ungelöst

Radix 20.10.1967, 20.15 Uhr, Mainz

Am Freitag, den 20. Oktober 1967, strahlte das ZDF um 20.15 Uhr mit der Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst eine Weltneuheit aus, die sich die Aufklärung realer Verbrechen zum Ziel gesetzt hat. Mit Hilfe von Zuschauerhinweisen sollen ungeklärte Straftaten im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung aufgeklärt werden.

Im Ereignishoroskop ging eine Konjunktion zwischen Mars und dem Galaktischen Zentrum GZ am DC unter. Die Konjunktion liegt bei Berücksichtigung der Aspekte zu Chiron einerseits an der Spitze einer viereckigen doppelten Ambivalenzfigur, als auch an einer blauen Ecke der rot-blauen Drachenfigur. Die Sonne an der unteren Spitze der Drachenfigur steht am absteigenden Mondknoten in Konjunktion mit dem Shapley-Zentrum SCl sowie in Opposition zur Andromeda-Galaxie am aufsteigenden Mondknoten, der Zielrichtung der DrachenfigurWeiterlesen

Merseburger Domweihe

Vor einem Jahrtausend wurde am 1. Oktober 1021 der viertürmige Kirchenneubau zu Merseburg in Anwesenheit des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde geweiht. Das Mittagshoroskop jenes Tages offenbart die maximale Bedeutsamkeit der galaktischen Zentren1 zum Zeitpunkt des religiösen Rituals.

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Pfingsten

Nachdem ich die Horoskope für zwei plausible Daten der Kreuzigung ( Letztes Abendmahl und Passion) untersucht hatte, widme ich mich erneut den Konstellationen des Pfingstereignisses, diesmal für die Jahre 30 und 33 n. Chr.

Im Neuen Testament wird in der Apostelgeschichte berichtet, dass der Heilige Geist auf die elf Apostel und Jünger herabkam, als sie zum jüdischen Fest Schawuot (‚zum 50. Tag‘) in Jerusalem versammelt waren (Apg 2,1-41 EU). Dieses Fest fand sieben Wochen nach der Auferstehung statt (7 x 7 Tage = 7 Wochen = 49 Tage => 50. Tag). Im Jahr 30 n. Chr. entspricht der 50. Tag dem 28. Mai, im Jahr 33 n. Chr. dem 24. Mai.

Die Ausgießung des Heiligen Geistes

1 Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.
2 Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten.
4 Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.
5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel.
6 Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Apg 2,1-6

Die dritte Stunde des Tages, in der sich das Pfingstereignis zugetragen haben soll, wurde in der Apostelgeschichte von Petrus erwähnt:  Weiterlesen

Uranus im Andromeda-Nebel

Daten mit Astroplus berechnet

Letztes Jahr lief Uranus zweimal über den Tierkreisgrad, auf dem sich die ekliptikale Projektion der Andromeda-Galaxie M31 befindet (→ Messier-Objekte). Die letzte Konjunktion ereignete sich diese Woche am 11. April. Fast auf den Tag 84 Jahre zuvor stand Uranus ebenfalls mit M31 in Konjunktion. In Deutschland herrschte die Nazi-Diktatur, die den Zweiten Weltkrieg maßgeblich verursachte. Heute steht die Welt wieder am Rande einer kriegerischen Auseinandersetzung. Letztes Jahr während der beiden ersten Konjunktionen hielt uns noch die Krise zwischen den USA und Nord-Korea in Atem, während heute zur dritten und vorerst letzten Konjunktion der Stellvertreterkrieg zwischen Russland und den USA in Syrien zu eskalieren droht. Weiterlesen

Messier-Objekte

Seitdem neben dem Galaktischen Zentrum das „supergalaktische Zentrum“ (Virgo Cluster) Einzug in meine astrologischen Forschungen genommen hat, ist auch mein astrologisches Interesse für die Messier-Objekte geweckt worden.Charles Messier Radix

Der französische Astronom Charles Messier war im 18. Jahrhundert ein „Kometenjäger“. Kometen waren damals ein sehr beliebtes Forschungsobjekt. Bereits als 13jähriger Junge hatte Messier 1744 die Gelegenheit, den spektakulären sechsschwänzigen Kometen Klinkenberg am Himmel beobachten zu können. Die partielle Sonnenfinsternis, die er am 25. Juli 1758 in seinem Heimatort Badonviller hautnah miterleben konnte, besiegelte sein weiteres berufliches Schicksal: Astronom wollte er werden und begann als 21jähriger seine Forschungstätigkeit am Observatorium im Hôtel de Cluny in Paris. Dort erlernte er die Grundzüge der Astronomie und von sämtlichen Beobachtungen genaue Positionsangaben zu machen.

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