1. Bhava
Tanu (तनु – Körper) – Kendra – Trikona – Dharma
- Körper, äußeres Erscheinungsbild, Konstitution. Kopf.
- Persönlichkeit, Selbstbewusstsein.
- Würde, Kraft, Vitalität.
- Allgemeines Glück/Unglück, Prestige, Erfolg und Ruhm.
- Geburt, frühe Kindheit (Säuglingsalter).
2. Bhava
Dhana (धन – „Besitz“) – Māraka – Artha
- Ressourcen des Körpers und der Persönlichkeit, die „Betriebsmittel“ (Substanz). Besitz.
- Familie der Kindheit und später die eigene, die materiell versorgt werden muss. Fürsorge.
- Wertbewusstsein.
- Bildung. (Grund-) Schulbildung.
- Sprache. Mund. Augen.
- Ernährung. Geschmack.
3. Bhava
Parākrama (पराक्रम – „Kraft, Mut“) – Upachaya – Trishadaya – Kāma
- Persönliche Wünsche und Ziele sowie die Kraft und der Mut, diese zu verfolgen. Risikobereitschaft.
- Energie. Lebenskraft, Lebensdauer.
- Selbstvertrauen aufgrund der geistigen Kapazität. Fähigkeit zur verbalen und geschriebenen Kommunikation.
- Beziehung zu Kunst, Theater und Drama.
- Kommunikation, Korrespondenz, Handel. Kurze Reisen.
- Geschwister (jüngere). Nachbarn. Gefährten, Kollegen.
- Hände, Arme und Ohren. Hören.
4. Bhava
Mātri (मातृ mātṛ – „Mutter“) – Kendra – Moksha
- Seelisch-geistiges Fundament. Die Innenwelt als Raum der Freiheit und ihre Verwurzelung. Daraus resultierend Glück oder Unglück.
- Grundbesitz, Immobilien.
- Fähigkeit, das Bewusstsein vom Körper zu trennen (Disidentifikation) und den Körper ohne eigene Anstrengung mithilfe von Fahrzeugen fortzubewegen.
- Das Zuhause. Heimat.
- Mutter. Verwandtschaft.
- Brustkorb.
5. Bhava
Putra (पुत्र – „Kind”) – Trikona – Dharma
- Schöpferische Intelligenz als Ausdruck der unsterblichen Seele.
- Weisheit, Kreativität, Unter- und Entscheidungsfähigkeit, Gedächtnis.
- Unterweisung (Shastra). Fähigkeit, höheres Wissen zu erlangen. Studium und Anwendung heiliger Schriften (Shastra) und spiritueller Techniken (Mantra). Entwicklung der Intuition. Daraus resultierend die Fähigkeit, guten Rat zu geben und anzunehmen.
- Pūrvapunya: die guten Taten vergangener Inkarnationen.
- Kinder.
- Glück in Spiel und Spekulationen.
- Freude an Sexualität, körperliche Anziehungskraft, Affären.
6. Bhava
Ari (अरि – āri „Feind“) – Upachaya – Dushtana – Trishadaya – Artha
- Arbeit, die erforderlich ist, um physisches und materielles Wohlbefinden zu erreichen.
- Hindernisse in Form von Feinden, Krankheiten, Unfällen oder Schulden, die es mit Hilfe von Übung, Training, Kampf, Gerichtsverfahren u.ä. zu überwinden gilt.
- Dienen, Routineaufgaben.
- Dünndarm.
7. Bhava
Jaya (जाया – jāyā „Ehefrau“) – Kendra – Maraka – Kama
- Verlangen nach Selbsterfüllung durch andere.
- In erster Linie durch eine Beziehung, durch einen Ehepartner, durch Sexualität.
- Selbsterfüllung durch öffentliche Aufmerksamkeit.
- Öffentlichkeit. Ausland. Reisen.
8. Bhava
Mrityu (मृत्यु mṛtyu – „Tod“) – Dushtana – Moksha
- Emotionale Freiheit und Sicherheit durch Lösen von allen Bindungen, die das Erkennen der spirituellen Natur behindern.
- „Sünde“ (eigentlich „Verfehlungen“) als Haupthindernis in der Wahrnehmung der spirituellen Natur.
- Intensive karmische Reinigungsprozesse.
- Unerwartete Ereignisse und Brüche, chronische Krankheiten, Operationen, schwere Unfälle, körperliche Versehrungen (Behinderungen) als karmische Folge früherer „Sünden“.
- Intensive Wandlungsprozesse mit dem Ziel, sich von Begierden und Bindungen zu befreien.
- Nach erfolgreicher Läuterung/Befreiung: überraschende Gewinne und ähnliche Wohltaten.
- Okkulte und esoterische Studien. Mystik, aber auch Hexerei und schwarze Magie.
Erbschaften. - Langlebigkeit.
9. Bhava
Dharma (धर्म – „natürliche Ordnung“) – Trikona – Dharma
- Selbsterkenntnis. Sinn. Wahrheit und Rechtschaffenheit. Philosophie. Religion.
- Lehrer, Unterweiser, Guru (jemand, der die spirituelle Finsternis vertreibt).
- Recht. Gesetz.
- Der Vater als erster Lehrer, der die Gesetze des Lebens lehrt.
Hingabe an eine höhere Macht. - Gnade. Glück.
- Suche.
- Spirituelle Reisen. Weite Reisen. Pilgerfahrten. Ausland.
10. Bhava
Karma (कर्म – „Handlung“) – Kendra – Upachaya – Artha
- Beruf und beruflicher Erfolg.
- Erfolg gibt Status und Respekt. Ruhm. Ehre. Prestige. Öffentliche Anerkennung.
- Leistung ausgerichtet auf die materielle Welt, die das persönliche physische Wohlergehen sicherstellen kann.
- Autorität. Autoritätsfiguren. Regierung. König. Chef. Vorgesetzte.
- Vater.
11. Bhava
Labha (लाभ – lābha „Profit, Gewinn“) – Upachaya – Trishadaya – Kama
- Wünsche und Begierden.
- Materieller Gewinn als Resultat der persönlichen Anstrengungen (10. Haus). Einkommen.
- Letzte Wünsche, die die endgültige Befreiung des Folgehauses (12. Haus) verhindern.
- Erfolg.
- Akademische Titel. Geschenke. Luxus.
- Ältere (oder das älteste) Geschwister.
- Unterstützung, Wertschätzung, Bestätigung, Schutz durch ältere Geschwister, durch Freunde, Kollegen und (einflussreiche) Gruppen, denen man angehört.
12. Bhava
Vyaya (व्यय – „Verlust, Ausgaben”) – Dushtana – Moksha
- Ausgaben. Verlust. Befreiung.
- Befreiung von materiellen, „irdischen” Sorgen, auch im Sinne einer Flucht vor Schmerz und Leid.
- Das umfassendste Entfliehen ermöglicht die spirituelle Befreiung – Moksha. Diese wird erreicht durch Entsagung, Rückzug und durch ein Leben in Klöstern, im Ashram (आश्रम āśrama – „Ort der Anstrengung“), durch Verstehen (विद्या vidyā – „Wissen“).
- Krankenhaus und Gefängnis als unfreiwillige, erzwungene Rückzugsorte.
- Sex, Drogen und Phantasie als Flucht vor irdischen Belangen. Ebenso das Ausland (Auswandern). Träume. Schlaf.
- Wohltätigkeit („charity“).
- Vervollständigung. Erfüllung.
- Füße.
