Angelina Jolies Krebsrisiko astrologisch betrachtet

15. Mai 2013 – 10:31:40

Gestern ging Angelina Jolies Entscheidung gegen ihre Brüste durch die Presse. Nachdem sie erfahren hatte, dass sie ein Risiko von 87 % in sich trägt, an Brustkrebs zu erkranken, ließ sie sich kürzlich nach einiger Überlegung beide Brüste amputieren. Den ganzen Abend hindurch waren diese Nachrichten auch im Fernsehen zu sehen, begleitet von Einschätzungen durch diverse Mediziner, die nüchtern einerseits betonen, dass sich nun nicht alle Frauen vorsorglich amputieren lassen müssten, denn sehr wenige tragen diese genetischen Mutationen in sich, aber dass es mit diesen beiden Genmutationen eben doch ein sehr, sehr hohes Risiko gäbe.

87 %, das ist ein sehr hohes Risiko. Ich kann verstehen, dass die Schauspielerin aktiv etwas gegen diese tickende Zeitbombe in sich tun möchte.

War es aus astrologischer Sicht eine notwendige Entscheidung?

Angelina Jolie Indisches Horoskop

Krebs ist aus ayurvedisch-astrologischer Sicht ein Thema der Sonne, d.h. des Immunsystems, denn für das Wachstum bösartiger Krebszellen bedarf es einer geschwächten Abwehr, astrologisch also einer schwachen, verletzten Sonne. Die Brust ist eine Domäne des Mondes und des Tierkreiszeichens Krebs. Die Eierstöcke wiederum der Venus und des Jupiters, der über das gesamte hormonelle System wacht. Hier soll für Angelina Jolie ein 50%iges Risiko für eine Krebserkrankung bestehen, also längst nicht so massiv wie für Brustkrebs.

Im Rashi D1 liegt der Aszendent (der Lagna, astrologisches Symbol für den Körper) im Zeichen Krebs, womit wir schon beim Thema Brust sind. Außerdem stehen sowohl Venus als auch Saturn im Zeichen Krebs.

Saturn ist schon an sich ein Planet, der mit chronischen Prozessen in Zusammenhang steht, und außerdem ist er in diesem Horoskop noch Herrscher des 8. Hauses (Wassermann).

Die Venus ist gemäß Auswertung krankheitsauslösender Faktoren nach Nicholas Lewis und Gudrun Schellenbeck ein Kandidat in der ersten Reihe, denn sie ist Herrscherin des 64. Navamsha vom Mond und des 22. Drekkana vom Aszendenten. Außerdem steht sie im Krebs in einem Sarpa Drekkana. Der Mond ist in dieser Auswertung nur als Gnatikaraka kritisch zu werten, die Sonne kommt überhaupt nicht darin vor.

Im Rashi D1 steht die Sonne in Zwillinge im Zeichen eines Feindes, nahe Ketu und im 12. Haus nur ein halbes Grad nach einem fatalen Grad – in der Summe eine Schwächung der Sonnenkraft. Der Mond ist eingezwängt zwischen Mars und Jupiter, damit in gewisser Weise „agitiert“. Er erhält einen sehr starken planetaren Aspekt (56 Virupas von 60 möglichen) von Saturn im Lagna. Das ist ein starkes astrologisches Indiz für eine chronische Erkrankung (Saturn, Herrscher von 8) des Körpers (Aszendent) im Bereich der Brust (Mond und Zeichen Krebs). Die Venus (das Thema Eierstöcke) ist physisch im 1. Haus ebenfalls betont, und sie leidet natürlich auch unter der Gegenwart des Herrschers von 8 Saturn. Außerdem erhält sie einen planetaren Aspekt von Mars in seinem Mulatrikona Widder. Dort steht auch der Herrscher des 6. Hauses: Jupiter, der Chef des hormonellen Systems.

Im Trimshamsha D30 steht Venus wieder im Lagna im Saturn-Zeichen Wassermann gemeinsam mit Mars, der wie auch der Lagnesh (AC-Herrscher) Saturn in Fische hier eine stärkere Würde als Venus hat, also mehr Macht zu verletzen, gegen die Venus wenig entgegenzusetzen hat. Die Sonne steht im Stier-Trimshamsha mit neutraler Würde, damit nicht sehr stark, gemeinsam mit Mond, der hier in seinem Erhöhungszeichen steht. Im Stier-Trimshamsha liegt außerdem die 6. Hausspitze, die im indischen Horoskop für Krankheiten steht. Da Stier von der Venus beherrscht wird, steht auch sie wieder im Fokus, und das auch im Bezug auf das krankheitsbezügliche 6. Haus.

Eine starke Würde in einem Varga ist immer etwas zwiespältig, denn die Frage ist stets: stark in Bezug worauf? Der starke Mond könnte als gewisser Schutz und Widerstandskraft für den Bereich des Brustraums gesehen werden. Er könnte hier allerdings auch bedeuten, dass seine Schwächung im Rashi durch Mars und Saturn sich im D30 auf körperlicher Ebene besonders nachteilig auswirkt.

Nun hat sich Jolie die Brüste amputieren lassen. An Brustkrebs kann sie nicht mehr erkranken. Sie ist übrigens seit Ende Januar in einem Sonne Maha Dasha, mit dessen Beginn die Operationen durchgeführt wurden. 2019 mit 46 Jahren beginnt ein Mond Maha Dasha. Das ist durchaus eine kritische Zeit für eine Krebserkrankung der Brust. Das Mond Dasha wird jedoch auch die Venus im Krebs und damit das Thema Eierstöcke auslösen, bzw. durch das Sonnen Maha Dasha ist es indirekt jetzt schon aktiv, denn die Sonne steht im Trimshamsha Stier.

Das Krebsrisiko speziell für den Bereich Brust und Eierstöcke ist also auch astrologisch erkennbar, und die Zeit, sich mit dem Thema Krebserkrankung auseinanderzusetzen scheint stimmig gewählt. Ob es die richtige Entscheidung war, wird man schwerlich feststellen können. Aus homöopathischer Sicht ist es fraglich, denn eine vorsorgliche Operation kommt einer Unterdrückung gleich, mit der eine Krankheit oder eine Krankheitsdisposition auf eine weite Reise durch den Körper geschickt werden könnte, das heißt, sie erscheint dann an anderer Stelle mit einem anderen Gesicht. Vielleicht wäre Angelina Jolie eine konstitutionelle homöopathische Therapie zu empfehlen, in der auch die erbliche Vorbelastung durch die Mutter, die 2007 mit 56 Jahren an Eierstockkrebs starb, mitbehandelt werden könnte. Allerdings weiß man auch da nicht wirklich, ob dies von Erfolg gekrönt wäre. Es gibt auch schlechte Homöopathen. Eine Zwickmühle, in der ich nicht stecken wollte.

Aus ayurvedisch-astrologischer Sicht könnte man den stärksten Planeten in Rashi und Trimshamsha ermitteln, um die Therapieform herauszufinden, die am stärksten wirksam sein kann (Upaya). Damit Homöopathie von Hilfe sein kann, braucht es eine starke Sonne in guter Würde, was in Jolies Horoskop nicht der Fall ist. Homöopathie wäre damit nicht die erste Wahl. Stark ist hingegen Mars, der sowohl für Operationen steht (von daher war dies keine so schlechte Wahl, zumindest aus ayurvedisch-astrologischer Sicht) als auch für Edelsteine, zum Beispiel eine Edelsteintherapie.

Lese-Tipp:
Nicholas Lewis & Gudrun Schellenbeck: Das Praxisbuch der vedischen Astrologie
Mohinder Singh Jus: Die Reise einer Krankheit. Homöosana-Verlag

YouTube-Tipp:
Do Astrological Remedies Actually Work?

Grafiken:
Kala und MegaStar

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