Die NSA-Files und das Yin Yang der 10.000 Dinge

Am 6. Juni um 00:05 Uhr veröffentlichte die britische Tageszeitung The Guardian auf ihrer Internetseite den ersten Artikel über die NSA-Files und das Überwachungsprogramm PRISM. Der Aszendent befand sich in diesem Augenblick in London auf 1°33’ Wassermann. 

Das Sabische Symbol für diesen Grad lautet „Ein unvorhergesehenes Gewitter“. Der Astrologe Klaus Wessel wies in der Vergangenheit mehrfach auf die besondere mundanastrologische Bedeutsamkeit dieses Tierkreisgrades hin. Dane Rudhyar nennt in seinem Buch Astrologischer Tierkreis und Bewusstsein als Schlüssel:

„Die Notwendigkeit, die innere Sicherheit zu entwickeln, die es uns ermöglicht, uns unerwarteten Krisen zu stellen.“

Das Programm PRISM wurde von der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsbehörde (NSA) entwickelt, um elektronisch gespeicherte Kommunikationsdaten zu sammeln und auszuwerten, sobald es einen „zulässigen und dokumentierten geheimdienstlichen Zweck im Ausland“ gebe. Darunter fallen in erster Linie „der Kampf gegen den Terrorismus, die Verbreitung von Waffen und Cyberbedrohungen“.

1. Artikel im Guardian

1. Artikel im Guardian

Der höchststehende Planet und damit die höchste Priorität in diesem Horoskop ist Saturn. Im  Individual-Raum der Häuser 9 und 10 ist Saturn anfällig für Ängste. Hier fehlt ihm die natürliche Verwurzelung und damit verbundene Sicherheit, die ihm eine Stellung unten im Kollektiv-Raum geben kann. Deshalb gilt in der Astrologischen Psychologie eine Stellung des Saturn in den Häusern 3 und 4 als günstig („ausreichende Verwurzelung“), während seine Stellung in den Häusern 9 und 10 zwiespältig ist. Er gibt sich hier die größtmögliche Mühe, perfekt zu funktionieren und allen Unwägbarkeiten des Lebens schon im Anfangsstadium den Wind aus den Segeln zu nehmen. Saturn baut vor, plant die perfekte Absicherung, um nicht die Kontrolle im Leben zu verlieren. Saturn will immer für die Ewigkeit planen und jedes Risiko vermeiden, lässt keine Änderung des erreichten Status Quo zu. Alles Spontane und damit Unberechenbare kann große Angst erzeugen. Saturn steht hier im eingeschlossenen Zeichen Skorpion, nicht weit entfernt außerdem der aufsteigende Mondknoten, der im 9. Haus das Thema Freiheit und Vertrauen in das Leben einfordert. Das Zeichen Skorpion gehört  zur paranoiden Achse Stier-Skorpion, d.h. Saturn kann hier Bedrohungen wahrnehmen, die eher seiner Angst als realen Tatsachen entsprechen. Saturn ist grün-blau aspektiert. Das Quincunx zum Mars verstärkt ein grundlegendes Gefühl der Unsicherheit, während die Trigone statische Zustände begünstigen, die sich bis zur Erstarrung und vollkommenen Unbeweglichkeit steigern können.Saturn

Der beste Umgang mit einer Bedrohung der persönlichen Sicherheit ist jedoch ein hohes Maß an Flexibilität, ein dynamisches Reagieren auf die individuelle Situation, was einem erstarrten Saturn, der nur noch auf seine Ängste fokussiert ist, allerdings kaum möglich ist. Die Ursache für die „Gefahr des Sturzes aus erreichter Höhe“, die in der astrologischen Literatur vor allem mit der Saturn-Stellung im 10. Haus in Verbindung gebracht wird, liegt in dieser mangelnden Anpassungsfähigkeit des Saturn an die Vielfalt des Lebens. Das  unvorhergesehene Gewitter, das hier am Aszendenten gerade heraufzieht, ist für Saturn so gesehen der größtmögliche anzunehmende Unfall, der Super-GAU, der ihn die Alarmstufe Rot einschalten und alles aufbieten lässt, was ihm an Verteidigungsmöglichkeiten in dieser Situation opportun erscheint.

1. Artikel im Guardian

1. Artikel im Guardian

Schaut man sich den Sternenhimmel jener Nacht in London an, so befindet sich in unterer Kulmination, das heißt horoskoptechnisch am IC – Imum Coeli (und damit konkret eigentlich unsichtbar, weil nur auf der anderen Erdhalbkugel sichtbar) – der Krieger-Planet Mars, wie er gerade durch das Goldene Tor der Ekliptik wandert. Dieses Tor zwischen Plejaden und Hyaden im Sternbild Stier bildet den Eingang zur Ebene der Milchstraße. Es ist das Bild eines „galaktischen Kriegers“, der die Sonne (den König), Jupiter (seine Berater, Minister), Venus und Merkur vor sich her treibt. Auch der Komet ISON befindet sich auf dieser Bühne. Aber das alles liegt noch unter dem Horizont, im Bereich des Un-Bewussten und Un-Sichtbaren. Die Welt weiß noch nicht, wer dieser Krieger ist, der Saturn über das Quincunx in Ängste versetzt.

Drei Tage später veröffentlicht The Guardian auf seiner Internetseite ein Video, das Edward Snowden als ehemaligen NSA- und CIA-Mitarbeiter und Informant enthüllt (9. Juni 2013, 19.27 Uhr).

Guardian enthüllt Informant

Guardian enthüllt Snowden als Informant

Der Aszendent befindet sich auf dem letzten Skorpion-Grad, es geht jetzt um Wandlung und Veränderung, und es scheint auf dem letzten Zeichengrad fünf vor zwölf zu sein. Das Sabische Symbol lautet

„Kinderstreiche zu Halloween“

mit der Formel „erhaltend, idealistisch, universell, verallgemeinernd, spirituell, inspirierend“ (Marc Edmund Jones: Die Sabischen Symbole in der Astrologie).

Erstes Video mit Edward Snowden als der "Whistleblower"

Erstes Video mit Edward Snowden als der „Whistleblower“

Im Westen befindet sich Mars nun knapp über dem Horizont im sichtbaren Bereich. Er hat das Goldene Tor der Ekliptik durchschritten. Der Sternhimmel zeigt sichtbar am Westhorizont die Sternbilder Orion und Stier. Orion erhebt gegen den Himmelsstier eine Keule, dort wo die noch sehr dunkle, kaum sichtbare Neumond-Sichel steht. Die Hörner des Stieres tragen Sonne und Jupiter. Der dunkle Mond im Kampf gegen die hell leuchtende Sonne und Jupiter. Das konditionierte Bewusstsein des „meinenden Selbst“ (Mond) gegen das alles erleuchtende „schauende Selbst“ (Sonne), dem nichts auf die Dauer verborgen bleiben kann.

Gilgamesch

Gilgamesch

Im Ursprungsland der Astrologie, dem alten Sumer, sah man im Sternbild Orion den Helden Gilgamesch, der zu zwei Dritteln göttlich und zu einem Drittel menschlich war. Als Gilgamesch das Werben der Liebesgöttin Ischtar (Venus) ausschlug, bat diese ihren Vater, den Himmelsgott Anu, um die Herausgabe des Himmelsstiers, um in der sumerischen Stadt Uruk schweres Unheil anzurichten. Doch dem Helden Gilgamesch gelang es gemeinsam mit seinem Gefährten Enkidu, den Stier zu töten.

YinYangLässt man beide Bilder auf sich wirken, der dunkle Mond, der das heldenhafte Sternbild Orion streift, und die hell leuchtende Sonne mit Jupiter zwischen den Hörnern des Stieres, und daneben die Geschichte von Gilgamesch und dem Himmelsstier betrachtet, so lässt ihr Zusammenspiel auf subtile Weise die Symbolik des Yin und Yang anklingen. Die Polaritäten von Hell und Dunkel, von Schwarz und Weiß, von Schatten und Licht, von Gut und Böse sind in Ewigkeit aufeinander bezogen. Das eine geht nicht ohne das andere, und das eine enthält jeweils das andere. Es erscheint wie ein Kampf des Lichtes mit der Finsternis, des Hellen mit dem Dunklen, und gemeinsam symbolisieren sie doch die ewigen Wandlungsvorgänge „der Zehntausend Dinge“.

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