Bruno Huber: Pluto, ein Chaot?

16. Apr 2013 – 22:03:05

Heute hielt ich zufällig ein älteres Astrolog-Heft in Händen (Zeitschrift für Astrologische Psychologie Ausgabe Nr. 48 vom 18. Februar 1989) und las wieder einen wunderbaren Artikel des Schweizer Astrologen Bruno Huber, den ich hier in voller Länge wiedergeben möchte. Bruno Huber wurde während seines Astronomie-Studiums an der Zürcher ETH auf die Astrologie aufmerksam. Es schreibt also ein Fachmann der Astronomie und der Astrologie.

Der Text kann auch von Nichtabonnenten online auf der Web-Seite des Astrolog-Magazins gelesen werden.

 

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Pluto — ein Chaot?

von Bruno Huber, Astrolog Nr. 46  vom 18. Februar 1989

Plutos Bahn um die Sonne ist „chaotisch“, sagen die Astronomen. Er fügt sich nicht lückenlos in die Ordnung des Sonnensystems ein und ist deshalb über grössere Zeiten unberechenbar.

SonnensystemAm Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben zwei Astronomen (Sussman und Wisdom) mit einem Grossraumcomputer in dem zehn Rechner zusammengeschaltet wurden, einen Grossrechenversuch durchgeführt. Auf der Basis der seit der Entdeckung des Pluto 1930 gemachten Bahnmessungen liessen sie die Bewegungen der fünf äusseren Planeten über 845 Millionen Jahre (!) durchrechnen. Sie fanden dabei heraus, dass Pluto — vor allem wegen seiner Gravitationsresonanzen mit Neptun — eine sich immer wieder verändernde Bahn zeigt, die letztlich unberechenbar ist.

Der Begriff „chaotische Bahn“, wie er in der Fachsprache verwendet wird, heisst natürlich nicht, dass Pluto völlig wider alle Regeln willkürlich durch den Raum irre. Keines der bekannten Naturgesetze wird von ihm verletzt. Es bedeutet aber, dass kleinste Störungen, die wir nicht berechnen können oder die uns als Schwerkraftfaktoren nicht bekannt sind (wie zum Beispiel Kleinstkörper, die von ausserhalb oder innerhalb des Planetensystems in Plutos Nähe kommen), ihn in seiner Bahn zwar momentan nur wenig beirren, auf längere Sicht aber in eine völlig neue Bahn ablenken können. Kleine Ursache also, aber grosse Wirkung. Das hat Pluto mit etlichen Kleinplaneten (Asteroiden) und mit periodischen Kometen gemeinsam. Auch sie laufen auf „chaotischen Bahnen“.

PlutoSchon bei der Erstellung der Rechenprogramme zeigte sich die grosse Abhängigkeit der beiden Planeten Neptun und Pluto voneinander. Es mussten zur Plutoberechnung insgeamt fünf Bahnverzerrungen allein für die Resonanz mit Neptun einbezogen werden (Störrechnungen).

Der Versuch sollte verschiedene Fragen über den noch immer nicht genügend verstandenen Pluto beantworten. Unter anderem wollte man wissen woher er kommt — ob er zum Beispiel a) irgendwann von aussen ins Sonnensystem eingedrungen sei oder b) vielleicht ursprünglich ein Trabant (Mond) des Neptun gewesen sei, der sich verselbständigt habe. Die Trabantentheorie (b), die lange unter Astronomen die bevorzugte Erklärung war, die aber durch die Entdeckung des Plutomondes Charon ins Wanken geriet, konnte durch die Berechnungen gültig widerlegt werden. Die Transgressionstheorie (das von aussen Eindringen) hingegen bleibt weiter eine Erklärungsmöglichkeit für die seltsame Bahn Plutos.

Eine neue und wahrscheinlichere Erklärung wird aber jetzt von Wisdom postuliert: Pluto könnte bei der Entstehung des Sonnensystems vor etwa fünf Milliarden Jahren wie andere kleine Körper (er ist nur halb so gross wie unser Mond) an den äusseren Rand des Sonnensystems „verdrängt“ worden sein. Er wäre dort in eine Schwerefeld-Resonanz mit Neptun gekommen (die ja heute noch weitestgehend sein Bewegungsverhalten bestimmt) und so nicht dem Sonnensystem verlorengegangen, wie das wahrscheinlich für viele im Schöpfungsprozess entstandene kleine Körper der Fall gewesen sein muss.

API Grafik

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Diese neue Theorie hat einen hohen Wahrscheinlichkeitswert, obschon sie gerade wegen der chaotischen Bahn Plutos nicht endgültig bewiesen werden kann. Es könnte zum Beispiel nach diesen neuen Berechnungen, auf Grund der unendlich vielen, möglichen Plutobahnen auch passieren, dass er eines Tages plötzlich in eine andere Bahn weiter drinnen im Sonnensystem einschwenkt. Es ist höchst unwahrscheinlich (gemäss Berechnung), dass so etwas schon in den nächsten einhundert- oder Zweihunderttausend Jahren geschieht — aber es würde dann für einige Jahrhunderte oder gar Jahrtausende in unserem vertrauten Planetensystem ein ziemliches Durcheinander enstehen, bis sich die Planeten in einer neuen Ordnung im solaren Gravitationsfeld ausbalanciert hätten.

Für uns Astrologen ergeben sich aus diesen neuen astronomischen Erkenntnissen einige interessante Hinweise für die Deutung von Pluto (den wir ja auch noch nicht so voll im Griff haben):

1. Unberechenbarer Chaot

Die relativ plötzlichen Verhaltensänderungen, die Pluto zeigen kann, haben bisher in der Fachliteratur wenig Niederschlag gefunden. Auch das Chaotisch-Unberechenbare wird kaum richtig in Betracht gezogen. Es sei denn, dass die vielfach angeführte „Zerstörung“, die er hervorrufen soll diesen Wesenszug vielleicht etwas einseitig darzustellen versucht. Natürlich ruft eine plötzliche Verhaltensänderung eine Störung der bisher gewohnten Ordnung hervor. Und das wird verständlicherweise als Zerstörung empfunden, wenn man nur die äusserlichen Symptome beobachtet. Bei etwas genauerem Hinsehen und Nachdenken besteht aber Ursache für die Veränderung. Solchermassen lässt sich wohl auch der vielverwendete, ursprünglich von Thomas Ring kreierte Begriff der Methamorphose (Gestaltwandlung) hier verstehen. Wobei man wohl auch voraussetzen muss, dass das Ganze einen Sinn habe, ein Ziel verfolge.

Pluto und seine Mond2. Schicksalsgemeinschaft

Pluto ist — wann immer er in die heutige Bahn geraten sein mag — hier eine Schicksalsgemeinschaft mit Neptun eingegangen. Es war und ist die vielfältige Resonanz (und vielleicht auch Dissonanz) mit Neptun, die Pluto für das Sonnensystem in seiner jetztigen Bahn festhält. Zwar bildet das Schwerefeld unseres Planetensystems eine in sich geschlossene Einheit, die jedem in ihm vorhandenen Körper seinen Platz zuweist. Aber die beiden äussersten Planeten haben eine eigenartige Sonderrolle im Ganzen, indem sie die starre Ordnung etwa der Titius-Bode’schen Abstandsregel durchbrechen, die bei den übrigen Planeten eine gleichmässige Progression des Abstandes von der Sonne bewirkt. Das ergibt für Pluto eine extrem geneigte und exzentrische Bahn, bei Neptun aber das genaue Gegenteil; er hat unter allen Planeten die konzentrischste, nämlich eine fast kreisförmige Bahn — ein echtes Kunststück!

Pluto definiere ich als das Ideal des perfekten Menschen, des Göttlichen im Menschen. Er ist der Animos, das Vater-Leitbild, das Imago des Helden, das mich nach dem Höchsten streben lässt. Neptun dagegen ist das Ideal der Liebe, das mich nach der perfekten Beziehung suchen lässt. So nah wie bei Pluto Genie und Wahnsinn stehen, so eng sind unter Menschen bei Neptun Liebe und Hass verknüpft. Das bezeugt die vielfach beobachtete Gegenwart Neptuns in Kriegskonstellationen.

Wenn wir, vereinfachend, die geistigen Prinzipien dieser beiden Planeten in je ein Wort fassen, so steht Pluto für den Willen und Neptun für die Liebe. Pluto ist durch das Reagieren auf die Gravitationsresonanz von Neptun in seine Bahn gekommen: also hat sich der Wille der Gesetzmässigkeit der Liebe untergeordnet! Das wird in unserer heutigen Zeit noch einmal unterstrichen durch zwei Tatsachen:

1.) Pluto und Neptun laufen während etwa hundert Jahren dauernd in Sextil-Abstand zueinander, was sie in Zuneigung aneinanderkettet — und

2.) Pluto läuft jetzt innerhalb der Neptunbahn, die ihrerseits vom Abstandsgesetz her eine eigentliche Un-Bahn ist, welche es gar nicht geben dürfte! — Pluto, der „Unbotmässige“, der mit seiner Kraft Grenzen durchbricht und uns zum Höchsten anreizt, im Auftrag und unter der Anleitung der Liebe, die ihrerseits keine Grenzen kennt…

Ist das nicht eine „Botschaft der Sterne“, die wir sehr ernst nehmen sollten in unserer Zeit? — Sind wir — um der Liebe willen — bereit, gewohnte Bahnen zu verlassen?

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1989, als dieser Text verfasst wurde, war den Astronomen und natürlich auch Bruno Huber noch nicht bekannt, dass jenseits der Neptun- und Plutobahn noch Tausende weiterer Gesteinsbrocken des Kuipergürtels ihrer Entdeckung harren. Der erste Transneptuner (15760) 1992 QB1 wurde dreieinhalb Jahre nach diesem Artikel am 30. August 1992 entdeckt. Der von Bruno Huber im Artikel beschriebene „Neptun-Effekt“ auf Pluto, damals noch der äußerste Planet unseres Sonnensystems, träfe analogisch weitergedacht auch auf die später entdeckten Transneptuner wie Orcus, Eris, Quaoar usw. zu. Das Prinzip der höchsten, idealen, perfekten Liebe, astrologisch Neptun, wäre der Kleber, der diese weit entfernten Teile an das Sonnensystem bindet, so wie ein Hirte dafür Sorge trägt, dass keines seiner Schafe verloren geht.

In der indischen Astrologie nennt man all jene Planeten, die man nicht sehen kann, zum Beispiel auch die Mondknoten, Schatten-Planeten (chaya graha), denn diese sind für das Auge, das Bewusstsein (die beiden Lichter Sonne und Mond) unsichtbar und damit unbewusst.

Stellt man sich unser Sonnensystem als ein lebendes Wesen vor, ausgestattet mit einem Bewusstseins-Zentrum, der Sonne, und Bewusstseins-Anteilen, die dem zentralen Sein sehr nahe stehen (die klassischen, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten von Merkur bis Saturn), dann wären die Planeten jenseits des Saturn Faktoren des Unbewussten, und die Transneptuner vielleicht sogar einer maximal tiefen Unbewusstheit, die jedoch mit Hilfe des Faktors LIEBE mit den anderen Teilen ein lebendiges Ganzes bilden. Die Faktoren am Rande dieses (unseres?) Unbewussten sind wiederum jene, die das Sonnensystem mit dem interstellaren Raum verbinden, in den das Sonnensystem eingebettet ist. Diese Transneptuner sind damit in letzter Konsequenz auch dem Zentrum am nächsten, um das sich unser Sonnensystem und mit ihm alle anderen Fixsterne unserer Galaxie drehen: das Galaktische Zentrum.

Lese-Tipp:
Bruno Huber: Pluto in den zwölf Häusern. Autodidacta-Heft
weitere Artikel über Pluto siehe Astrolog-Archiv
Ich und Selbst im Psychosynthese-Ei
Die geistigen Planeten und der Kreis in der Mitte

6 Gedanken zu „Bruno Huber: Pluto, ein Chaot?

  1. Karin

    Nachdem ich gerade heute so viel schreckliches über Pluto, genauer gesagt Venus-PlutoKonjunktion gelesen hatte, brauchte ich dringend Öl für meine Wunden, denn ich habe diese Konstellation nahe dem AC im 12.Haus, also im Grunde am AC stehen. Bei dem reißerischen Artikel im Bildzeitungsstil war die Rede von Hitler, Himmler und KZs…in all dem finde ich mich nicht wieder, zum Glück. Wo ich mich aber wiederfinde, ist in dem was Huber schreibt…und dazu geht bei mir wirkliche alles um die Liebe und dieses hohe Ideal lässt mich auch Opfer bringen. Ich kann nur Dinge tun, die mich überzeugen, ich kann nicht mit den Wölfen heulen. Ich kann nur ganz lieben, Halbheiten sind nicht möglich. So, wie Lilith-Sonne einen Menschen zum Mörder machen kann, so kann sicher auch Pluto-Venus zu Fanatismus führen und Unheil herbeiführen „im Namen der Liebe“. Die Konstellation beinhaltet ein gewaltiges Potenzial zu lieben, dabei totale Verwandlung zu erfahren und alle Anderen um sich herum mit zu verwandeln.
    Danke für den Artikel!
    Lieben Gruß
    Karin

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    1. Karin

      Venus- Pluto
      Danke, Birgit,
      du hast mich darauf hingewiesen, dass durchaus das Verlangen vorliegen kann, die ANDEREN zu
      verwandeln. Das muss ich leider bestätigen, es führt aber nicht zu den gewünschten Errgebnissen,
      im Gegenteil, dabei habe ich mir einige Zähnchen ausgebissen! Es ist eine Quelle unglaublichen Leidens,
      im Außen und nicht sich selbst, die Haltung zu den jeweiligen Phänomenen, Personen usw. etwas verändern
      zu wollen.
      Pluto-Venus auf Gewalt zu reduzieren (potenziell natürlich angelegt), heißt, nur auf Ebenen zu arbeiten, die
      keinerlei evolutionäre Prozesse sehen, verstehen, für möglich halten.
      Wir müssen uns doch nicht alle nur im Mist wälzen….

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      1. starfish Beitragsautor

        Bei der Deutung eines Planeten-Aspektes ist wichtig, ihn zunächst neutral zu sehen. Und dann interessiert mich persönlich am meisten, wie ich das Optimum aus einer Konstellation herausholen kann. Bei Pluto/Venus am AC ist wichtig, dass du dich selbst als zu Wandelnde siehst, dass du selbst in einem Transformationsprozess steckst, dein Leben lang, dessen Ende nicht absehbar ist. Denn Pluto ist ein geistiger Planet, der direkt in das Zentrum, in den Kreis in der Horoskopmitte führt, den Raum der Freiheit, wo dich deine astrologischen Konstellationen nicht mehr festlegen. Tut sich Pluto dabei mit Venus zusammen, möchte er die Venus in dir wandeln, nämlich all das zerstören, was nicht einer geistig (transpersonal) gelebten Venus entspricht. Dazu intensiviert Pluto zunächst einmal alles Venusische, insbesondere auch ihre Schattenseiten bis ins Extrem, damit uns vor Augen geführt wird, wohin der Absturz führt, wenn man Pluto nicht transpersonal sondern nur zur Befriedigung von Egobedürfnissen benutzt. Mit diesen Egospielchen kann man natürlich Bücher füllen, Filme drehen, und anderes mehr, aber die Gefahr ist eben immer, dass man sich in diesem Spiel verliert, sein Selbst (das wahre, höhere) dabei vergisst und nicht mehr den Ausgang aus der Rocky Horror Picture Show findet.

        Harte Venus/Pluto-Aspekte haben übrigens auch einige Promis aus der spirituellen Ecke: Gemma Galgani, Thérèse de Lisieux, Teresa de Ávila, letztere sogar Venus am AC und Pluto am MC. Ramana Maharishi hatte eine Opposition auf der Achse 2/8 und Skorpion/Stier. Ich habe den Eindruck, dass sie aus diesem Potential das Bestmögliche gemacht haben.

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        1. Karin

          Liebe Birgit,
          deine Antwort hat mich tief bewegt.
          Es trifft genau auf mein Lebensthema zu- ganz genau! Immer diese verzehrenden Liebesgeschichten, bis zu einem gewissen, „etwas reiferen Alter“, Leidenschaft, um mich ganz lebendig zu fühlen. Und so oft Abstürze, heftige Machtkämpfe, Macht und Ohnmacht… diese Konstellation gibt sehr viel Stärke, stimmt, aber auch sehr viel Verwundbarkeit. Schon immer dazu diese Suche, der Buchtitel im Deutschen von Ouspensky ist „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“, das war meine Suche…zunächst
          im persönlichen Bereich, in der so leicht entflammbaren Liebe (oder was ich dafür hielt),
          ich glaube, mit der Power hätte ich mir die „Männchen“ einverleibt, wenn alles so gelaufen wäre, wie es mein Ego gern gehabt hätte.
          Dann die Mystik, in der ich mich unglaublich wiederfinde, die der Beginen, wie Marguerite Porete (auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, ebenso ihr unglaublich phantastisches Buch „Spiegel der einfachen Seelen“mit erhobenem Haupt, stark und vom „Heiligen Geist“ erfüllt…sie erinnert mich an Etty Hillesum, an Sophie Scholl, z.B.
          Alen ist gemeinsam die mystische Erfahrung des Einswerdens mit Gott (um dem einen Namen zu geben) in Todesnähe; die Schriften von Mechthild von Magdeburg, Hedwijk von Antwerpen, u.A. sprechen mir aus der Seele. Das bedingungslose sich Hingeben an die Liebe….die nicht persönlich, ego-gebunden sein kann und darf…doch Menschen und die Begegnung mit ihnen führen zu „dem Absoluten“.
          Danke für diesen Austausch, ich trage die Anregungen in mir.

          Lieben Gruß

          Karin

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          1. starfish Beitragsautor

            Liebe Karin,

            Abstürze, heftige Machtkämpfe, Macht und Ohnmacht hat mit Liebe eben nichts zu tun, auch nichts mit der transpersonalen Ebene, sondern es sind Egospiele. So viele Menschen wähnen sich auf der spirituellen Seite, nur weil sie sich ein bisschen mit Esoterik & Co. beschäftigt haben, aber wenn du aufmerksam beobachtest, hörst du nur lauter kleine Egos kreischen, die sich zu imposanter Größe aufblähen möchten. So auch mit Venus/Pluto, wenn die Venus eben ihren Kopf durchsetzen will. 😉 Ich denke nämlich, dass nicht Pluto der böse Bube ist, sondern er demaskiert das Egospiel der Venus, er reißt ihr/dir die Maske ab. Gerade auch am AC. Dafür muss man Pluto eigentlich dankbar sein, aber er wird lieber verteufelt. Ist bequemer und einfacher, und man/ego darf weiter heulen und kreischen.

            Zum Verdeutlichen, wie Pluto in der Huber-Schule gesehen wird:

            Pluto-Deutung in der Astrologischen Psychologie

            Sicher verstehst du, wie ich das meine. Wichtig ist, dass man sich selbst auf die Schliche kommt. Durch leidvolle Erfahrungen lernen wir alle dazu, dass wir selbst diejenigen sind, die unser Leiden verursachen, und wir selbst haben es in der Hand, uns davon zu befreien. Niemand anderer.

            Liebe Grüße
            Birgit

            P.S.: Ein Extremfall eines missverstandenen Plutos kann hier nachgelesen werden.

  2. Karin

    Liebe Birgit,
    sehr beeindruckend, die Sache mir Venus und ihren Spielen, und Pluto, der die Maske herunterreißt.
    In der Lehre von Gurdijeff wird unterteilt zeischen niederen und höheren Zentren.
    Es wird darauf hingewiesen, dass zunächst die niederen Zentren in Harmonie sein müssen,
    bevor wir überhaupt an die höheren denken können.
    Das Kreischen und Heulen des Egos ist natürlich den niederen Zentren zuzuordnen.
    Wir müssen unser Haus in Ordnung gebracht haben, bevor „der Herr“ kommt, wobei wir nicht wissen,
    wann dies eintreffen wird…..so und anders wird immer wieder in den Evangelien auf diesen Umstand
    hingewiesen.
    Da kann ich mir dann auch tröstend sagen, dass alles, was auf der Ego-Ebene gelaufen ist, und das daraus resultierend Leden, seinen Sinn und Zweck hatte, halt , was die Masken angeht.
    Im Übrigen ist für mich die Kunst ein wunderbarer Kanal, oder sagen wir, sie öffnet in mir die Kanäle durch Achtsamkeit. Die starke Energie von Venus-Pluto (im Löwen!) ist hier wirklich transformierend wirksam, bei mir und bei der Arbeit mit Anderen.
    Herzlich,
    Karin

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