Der Präsident im Weißen Haus

Ortshäuser

Ortshäuser

Koordinaten: 38° 53′ 51″ N, 77° 2′ 12″ W

The White House ist seit dem 1. November 1800 der Regierungssitz des Präsidenten der USA. Seine geographischen Koordinaten ergeben das Ortshäusersystem, in welches das Geburtshoroskop des Präsidenten eingezeichnet werden kann. Betrachtet der Astrologe ein solches Ortshoroskop, erfährt er etwas über die subjektive Erlebnisweise des US-Präsidenten an diesem Ort. Insbesondere in Krisenzeiten kann diese Betrachtung aufschlussreich sein. 

Abraham Lincoln

Abraham Lincoln

Kurz nachdem Abraham Lincoln zum 16. Präsidenten der USA vereidigt wurde, brach am 12.04.1861 der Amerikanische Bürgerkrieg aus. Zwei Monate vor dessen Ende wurde auf Lincoln am 15.04.1865 ein Attentat verübt. Stand bei seiner ersten Vereidigung am 04.03.1861 der Orts-AP im Sextil zur Saturn/Neptun-Konjunktion und der Mondknoten-AP in der Kippstelle von Chiron und Sonne, liefen beide Alterspunkte zum Zeitpunkt des Attentats auf ihren Kreuzungspunkt auf 23° Steinbock zu.

Woodrow Wilson

Woodrow Wilson

Die nächste große kriegerische Auseinandersetzung begann mit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg am 06.04.1917. Woodrow Wilson war vier Jahre zuvor zum 28. Präsidenten vereidigt worden. Saturn steht gradgenau auf dem IC und wird von beiden Alterspunkten aspektiert. Im Vordergrund für seine Entscheidung zum Kriegseintritt stand die Sicherheit der USA, die Wilson aufgrund des geplanten Bündnisses zwischen Deutschland und Mexiko konkret bedroht sah.

Franklin D. Roosevelt

Franklin D. Roosevelt

Franklin D. Roosevelt führte die USA mit dem New Deal aus der Weltwirtschaftskrise und durch den Zweiten Weltkrieg, in den die USA nach dem Angriff auf Pearl Harbor eintrat. An diesem Tag erreichten beide Alterspunkte den zweiten Kreuzungspunkt auf 7°51‘ Wassermann. Seine Sonne in unmittelbarer Nähe liegt auf dem absteigenden Neptunknoten. Roosevelt trug wesentlich zur Gründung der Vereinten Nationen bei.

Harry S. Truman

Harry S. Truman

Als sein Nachfolger Harry S. Truman am 06.08.1945 die neue atomare Kriegswaffe über Hiroshima abwerfen ließ, standen beide Alterspunkte in Aspekt zum Mars. Die Beweggründe für diesen Einsatz atomarer Waffen wird weltweit bis heute kritisch diskutiert. Der Orts-Alterspunkt trat in das Zeichen Fische ein, als die Zeit der McCarthy-Ära begann. Der Koreakrieg begann mit dem Orts-AP auf der 12. Hausspitze. Beendet wurde dieser Krieg erst nach Ende der Regierungszeit Trumans.

Lyndon B. Johnson

Lyndon B. Johnson

Lyndon B. Johnson wurde nach dem tödlichen Attentat auf John F. Kennedy der 36. Präsident der Vereinigten Staaten. Mit ihm trat die USA forcierter im Konflikt zwischen Nord- und Südvietnam auf, nachdem im Januar 1964 mit Johnsons Billigung der südvietnamesische Machthaber gestürzt wurde. Der Orts-AP stand in Opposition zur Venus/Neptun-Konjunktion. In den Folgejahren seiner Präsidentschaft bildete der Orts-AP nur grüne Quincunx-Aspekte – die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung stellte den Vietnamkrieg massiv infrage.

Richard Nixon

Richard Nixon

Sein Nachfolger Richard Nixon wurde am 05.11.1968 gewählt. Der Orts-AP stand exakt auf der Sonne, der Mondknoten-AP überlief Pluto im 10. Mondknoten-Haus. Zwei Oppositionen, an denen sowohl die Sonne als auch Pluto beteiligt sind, kreuzen sich auf der IC/MC-Achse und deuten auf einen absoluten Machtanspruch. Aufgrund der Watergate-Affäre sah er sich zum Rücktritt gezwungen, und kam damit einem Amtsenthebungsverfahren zuvor. Der Orts-AP stand in Konjunktion mit dem Mond und im Halbsextil zur Sonne, während der Mondknoten-AP den Saturn erreichte.

Jimmy Carter

Jimmy Carter

Jimmy Carter hatte in seiner Amtszeit eine plutonische Herausforderung ganz anderer Art zu meistern. Der Orts-AP stand exakt in Opposition zu Pluto am IC, als der Schah von Persien gestürzt wurde und der aus dem Exil zurückgekehrte Ajatollah Chomenei die Islamische Revolution anführte. Im November 1979 wurde die US-Botschaft in Teheran von Revolutionsanhängern besetzt und 52 Diplomaten vierzehn Monate lang als Geiseln festgehalten. Carters Chiron liegt auf dem Orts-AC des Weißen Haus, das in seiner Regierungszeit einen „schwächelnden“ (und ohnmächtigen) Eindruck hinterließ.

George Bush

George Bush

George Bush ist nur vier Monate älter als Jimmy Carter und hat ebenfalls Pluto direkt am IC und Chiron am AC, wurde jedoch erst 12 Jahre nach Carter zum 41. Präsidenten der USA gewählt. Der Orts-AP lief in seiner Amtszeit durch das Zeichen Fische. In diese Zeit fällt der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Auflösung des Warschauer Paktes. Der jahrzehntelange Gegner löste sich in Luft auf, bzw. ging dem Zeichen Fische entsprechend ohne Zutun der USA unter. Bush verkündet daraufhin die New World Order und führt den ersten Golfkrieg gegen Saddam Hussein, aus dem er zwar siegreich hervorging, aber nicht aus den Präsidentschaftswahlen zwei Jahre später, in denen er Bill Clinton unterlag.

George W. Bush

George W. Bush

Sein Sohn George W. Bush wurde mit der 9/11-Katastrophe konfrontiert und führte gegen Saddam Hussein den Zweiten Golfkrieg, der den Mittleren Osten in eine Ära der Instabilität stürzte und neuen islamistischen Terrorgruppierungen den Boden bereitete. Der Orts-AP stand bei Beginn des Krieges in Opposition zum unaspektierten Saturn und deutet auf eine unüberlegte und „einsame“ Aktion des Präsidenten hin.


Literatur:

Bruno und Louise Huber: Transformationen
Liste der Präsidenten der USA

Edit 09.11.2016

Der neue Präsident der USA ist Donald Trump! Das Ortshoroskop für das Weiße Haus:

Ortshoroskop Donald Trump

Ortshoroskop Donald Trump

Der Orts-AP steht in Opposition zu Chiron und im Trigon zu Pluto, der Mondknoten-AP in Opposition zum GZ und im Sextil zum Mars. Chiron ist der Außenseiter, Pluto das Streben nach Macht, Mars die Kampfkraft und das GZ der Zerstörer von Adharma. Es wird für die USA und die Welt ungemütlich.

 

 

6 Gedanken zu „Der Präsident im Weißen Haus

  1. karin

    Wer weiss, vielleicht ist ein solcher „Teilzeitclown“ (M.Moore) noetig, um das ganze System endlich zum Einstuerzen zu bringen?
    Nicht die Hoffnung verlieren, trotz kalter Schauer, die den Ruecken seit heute Morgen rauf und runter jagen…
    the lowest of the low: wenn die Nacht am tiefsten, ist der Tag am naechsten.
    Mal wieder umwerfend, deine Ueberlegungen, Birgit.
    Viel Gruesse
    Karin

    Antworten
  2. Ranma

    Interessant. So ziemlich alle Astrologen scheinen falsch gelegen zu haben (ich habe mich auf deutschen und auf nordamerikanischen Netzseiten informiert). Trotzdem fehlt noch eine Ergänzung zu der Ergänzung: Trump ist noch nicht Präsident! Ganz genau genommen wurde er noch nichtmal gewählt!!! Mittwoch Abend (in D) waren noch zwei Staaten am auszählen, was an den zu entsendenden Wahlmännern nichts mehr ändert. Diese jedoch sind es, die die eigentliche Präsidentenwahl erst durchführen werden! Das geschieht erst am 19. Dezember 2016, ausgezählt werden die Stimmen erst am 06. Januar 2017, also wissen wir nicht vor dem 07. Januar 2017 wer der 45. Präsident der USA werden wird!

    Die Inauguration oder Amtseinsetzung erfolgt dann am 20. Januar 2017. Manche Astrologen verwendeten das Datum zur Prognose. Andere den Wahltag, aber wohl den jetzigen Wahltag am 08./09. November, nicht den eigentlichen Wahltag am 19. Dezember. Jetzt bleibt noch die Frage, wie sagt man den künftigen Präsidenten der USA richtig vorher?
    Ranma

    Antworten
    1. starfish Beitragsautor

      Trump ist der nächste Präsident. Damit muss die Welt zurechtkommen. Das bietet auch Chancen. Zum Beispiel, dass Europa sich endlich vom Großen Onkel abnabelt und näher zusammenrückt.

      Vielleicht spielt das Horoskop der USA bei Wahlen eine größere Rolle, als bisher angenommen. Das „echte“ Sibly-Horoskop der USA hat den Aszendenten auf 29° Wassermann, Trumps AC liegt gegenüber auf 29° Löwe. Diese AC-Vertauschung übt gegenseitig eine intensive magnetische Anziehungskraft aus. Das USA-Horoskop zog Trump an sich. Die Wähler entschieden sich für ihn, weil sie glauben, er könne alte amerikanische Werte wiederbeleben: Make America great again!

      Antworten
  3. karin

    Un-astrologisch: Natürlich ist ein Großteil der Weltbevölkerung erschüttert; es ist aber nur die logische Forsetzung all dessen, was bis heute gesät worden ist: Ignoranz im Besonderen. Ich wundere mich immer, wie all meine intellektuellen, spirituellen, usw. Freund*innen bei allem mitziehen : Smartphones,Navi, Riesen-TV als Altar des Hauses, „flotte Mode“ zu Super-Preisen, basierend auf Slaverei…mit 180km über die Autobahn rasen, Waffenkauf u.a. monströse Aktionen mit unseren Steuergedern nehmen wir lächelnd hin, usw.Trump-et-Mouth ist nur der sichtbare Aspekt unserer durch und durch versauten Zivilisation, des Patriarchats; stürzen wir es! Die täglichen Symptome des Wahnsinns nehmen Viele, sehr Viele hin. Es liegt auch mit an uns, wie alles weitergeht.
    Trotzdem erschüttert-auch ich!!!
    Karin

    Antworten
  4. Ranma

    Erschüttert bin ich eher über die Reaktionen im Amiland! Es ist nicht das erste Mal, daß die Amis sich einen Clown ins Weiße Haus gewählt haben. Wo war das ganze Entsetzen als George W. Bush jr. zum Präsidenten gewählt worden war? Schlimmer kann Trump auch nicht sein!

    Donald Trump sagt selbst: „Wahlkampf ist Wahlkampf, Regieren ist Regieren.“ Es gibt also garkeinen Grund dafür, besonders erschüttert zu sein. Donald Trump hat seinen Landsleuten im Wahlkampf nur das gegeben, was sie im Wahlkampf haben wollten. So muß man einen Wahlkampf im Amiland führen. Vor allem wenn die Massenmedien, nichtmal nur im Amiland sondern sogar weltweit, auf der gegnerischen Seite sind. Auf der Seite der Privilegierten. Mir fällt auf, daß Multimillionäre im Amiland ganz besonders traurig über die Niederlage der Demokraten sind. Jene Unterprivilegierten, die gegen Trump gestimmt haben, handelten demnach gegen ihre eigenen Interessen. Trump wird auch unterschätzt. Zum Beispiel wird behauptet, daß er außerhalb des Amilandes nichts kenne, obwohl seine Ehefrau aus Slowenien stammt! Dazu hat Donald Trump noch deutsche Vorfahren, worauf gerade New Yorker (wie Donald Trump) typischerweise besonders stolz sind. Seltsam ist nur, daß gerade der Milliardär gegen die Millionäre, beispielsweise die der Hillary unterstützenden Wall Street, stehen soll.

    Donald Trump war allerdings nicht besonders anziehend für die Wählerschaft im Amiland. Insgesamt statt nach Staaten aufgeteilt, hat Hillary Clinton mehr Stimmen bekommen als Donald Trump. Hillary Clinton hatte aber wichtige Staaten im Wahlkampf vernachlässigt und das rächte sich. Außerdem haben viele Leute in Interviews auf der Straße gesagt, daß sie Donald Trump nur wählen, weil er das kleinere Übel im Vergleich zu Hillary Clinton ist. Praktisch die gleiche Wortwahl wie bei den Wählern der anderen Seite. Würde die Aszendentenumkehr tatsächlich erklären, daß Donald Trump amilandweit gesehen weniger Stimmen bekommen hat, aber trotzdem die Mehrheit der Wahlmänner gewann? Ist Donald Trump nicht vielmehr ein Symptom für Entwicklungen, die sich schon seit längerer Zeit im Amiland beobachten lassen?
    Ranma

    Antworten
  5. starfish Beitragsautor

    Die USA haben intern jede Menge Reformbedarf. Die Unruhen im Land sind nachvollziehbar. Wahlen in den USA sind eine Farce.

    Gestern schaute ich im USA-Horoskop zu den Wahlen der letzten Jahrzehnte die Alterspunktaspekte an. Zum Wochenende werde ich dazu etwas schreiben. Es gibt nämlich eine interessante Auffälligkeit.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.