Der Bundespräsident

Wahl 1. Bundespräsident

Edit 05.03.2018

Die erste Wahl des deutschen Bundespräsidenten fand am 12. September 1949 um 19.15 MEZ in der damaligen provisorischen Bundeshauptstadt Bonn statt1. Die „Machtlosigkeit“ dieses Amtes zeigt sich in der Jungfrau-Sonne am Talpunkt des 7. Hauses und Pluto im eingeschlossenen Zeichen Löwe am Talpunkt des 6. Hauses. In seine Zuständigkeit fällt in erster Linie die Repräsentation der Bundesrepublik im Ausland, im Wahlhoroskop an der Aspektfigur „Repräsent“ erkennbar (→ Vierecksfiguren). Sie erweitert das Große Talentdreieck, das eine veränderliche Motivation besitzt, zu einer viereckigen Figur mit einer fixen Motivation. Der Planet an der rot-grünen Spitze (hier Pluto) ist dabei ein neuralgischer Punkt.

In außergewöhnlichen Zeiten erfährt der Bürger jedoch, dass sein Präsident noch einige weitere Aufgaben hat. Bei ihm liegt die Entscheidungsgewalt über die Auflösung des Bundestages. Dies geschah erstmals am 7. Januar 1983.

Helmut Kohl von der CDU hatte die FDP aus der Koalition mit der SPD herausgelöst und wurde am 1. Oktober 1982 mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP zum Bundeskanzler gewählt. Eine Neuwahl des Bundestages sollte der neuen Koalition eine eigene Legitimation durch den Wähler geben. Bereits während der Koalitionsverhandlungen mit der FDP hatte Helmut Kohl den 6. März 1983 als Neuwahltermin in Aussicht gestellt.

Kohl hätte als Bundeskanzler zurücktreten können. Bei der anschließenden Kanzlerwahl (Art. 63 GG) durch den Bundestag hätten die Koalitionsparteien versuchen können, dass kein Kanzler mit absoluter Mehrheit gewählt worden wäre. Dann hätte der Bundespräsident den Bundestag auflösen können. Doch dies wäre unsicher gewesen, außerdem wirkt es im Wahlkampf besser, wenn man nicht nur als geschäftsführender Kanzler auftreten kann. Über die Vertrauensfrage stimmte das Parlament am 17. Dezember 1982 ab. Obwohl erst am Tag zuvor der gemeinsame Bundeshaushalt für 1983 beschlossen worden war, sprach das Parlament dem Kanzler das Vertrauen nicht aus.

Nach heftigen Diskussionen über die Verfassungsmäßigkeit des Vorganges entschied sich der Bundespräsident Karl Carstens am 7. Januar 1983 dafür, die Auflösung des Bundestages anzuordnen und Neuwahlen für den 6. März 1983 auszuschreiben. Das im Zuge dieser Diskussion angerufene Bundesverfassungsgericht konkretisierte in der Entscheidung die oben erwähnten Grundsätze, entschied sich dennoch dagegen, die Anordnung des Bundespräsidenten für verfassungswidrig zu erklären. Bundespräsident Carstens hatte offen erklärt, er werde zurücktreten, wenn das Bundesverfassungsgericht die Parlamentsauflösung für verfassungswidrig erklären sollte. In der ebenfalls umstrittenen Urteilsbegründung führten die Bundesverfassungsrichter aus, dass aufgrund der Absprache mit der FDP über die Herbeiführung einer baldigen Neuwahl Bundeskanzler Kohl tatsächlich nicht mehr auf das Vertrauen der FDP-Bundestagsabgeordneten zählen konnte und das Verhalten daher verfassungsgemäß gewesen sei. (Wikipedia)

Der Radix-Alterspunkt stand damals exakt auf Pluto und im Trigon zum aufsteigenden Mondknoten. Pluto verlangt eine Entscheidungs- und Handlungsweise, die frei von persönlichen Motiven und Machtansprüchen ist. Tatsächlich hatte sich der damalige Bundespräsident Karl Carstens (CDU) jedoch dafür entschieden, den persönlichen Motiven Kohls (der sich dadurch ein besseres Abschneiden bei Neuwahlen versprach) Folge zu leisten.

Heute befindet sich der Alterspunkt am Invertpunkt des 12. Hauses und läuft auf die Opposition zu Pluto zu, die er in einem Jahr erreichen wird, eine entscheidende Phase innerhalb Plutos AP-Aspektzyklus. Wirksam wird sie ab dem kommenden Sommer. Ob es auch hier zu einer Wiederholung der Ereignisse von 1982/83 kommt? Denn auch im Horoskop für das Grundgesetz vollendet sich gerade der AP-Aspektzyklus des Planeten Uranus (→ Uranische Zeiten im Bundestag). Die Saat, die damals gesät wurde, geht heute auf.

Der gesamte Aspektzyklus des Alterspunktes dauert 72 Jahre. Er unterteilt sich in zwei Halbzyklen zu je 36 Jahren. Er beginnt bei der Konjunktion, die die Planetenfähigkeit „ins Bewusstsein hebt“. 1983 erlebte das Amt des Bundespräsidenten erstmals seine Machtfülle. In den folgenden Jahren wurde das Wissen um das Machtpotential des Bundespräsidenten stufenweise weiterentwickelt. Das Quadrat fiel in die Präsidentschaft von Roman Herzog, der mit seiner „Ruck-Rede“ die politische Situation in Deutschland kritisierte. Der Rücktritt des Bundespräsidenten Christian Wulff beschädigte das Amt und führte der Qualität des Quincunx-Aspektes entsprechend zu einer Verunsicherung über die Bedeutsamkeit des Amtes.

Mit der Opposition des Alterspunktes beginnt der zweite Halbzyklus, die Verwirklichung der Planetenfähigkeit, in diesem Fall des Machtpotentials, das Pluto dem Bundespräsidenten bietet. Anders als bei der Opposition erlebt der Präsident nun mehr Distanz zu dieser Machtfülle, denn er kann auf die Erfahrung von mehr als sechs Jahrzehnten dieses Amtes zurückblicken und differenziertere Entscheidungen treffen als 36 Jahre zuvor während der Konjunktion. Zumindest besteht diese Chance, denn mit der Opposition wird gewissermaßen ein Gipfel erreicht, der Reife, Verantwortung und Besonnenheit in der Amtsführung verlangt.

Frank-Walter Steinmeier Ortshoroskop Berlin

Im Berliner Ortshoroskop von Frank-Walter Steinmeier (05.01.1956, Detmold, Geburtszeit unbekannt) wird in dieser Zeit der Orts-AP in Opposition zum GZ und im Quincunx zu Mars stehen, während der Mondknoten-AP die Konjunktion mit Chiron erreichen wird. Es ist davon auszugehen, dass der Bundespräsident wieder eine wichtige Entscheidung treffen muss, vermutlich hinsichtlich der Auflösung des Bundestages, wenn es Angela Merkel nicht gelingen sollte, eine stabile Regierung zu bilden.

Angela Merkels Alterspunkt befindet sich gerade am Talpunkt des 11. Hauses und beschert ihr die größte Ohnmachtserfahrung ihrer gesamten Amtszeit. Der Mondknoten-AP steht gleichzeitig in Opposition zu Pluto und stößt schicksalhafte Entwicklungen an. In ihrem aktuellen Solar wird der progressive Solar-AC um den 23. April herum Pluto im 10. Haus erreichen. Ich vermute, dass dann ihre Kanzlerschaft endgültig beendet sein wird. Wie es dann weitergehen wird? Ob Steinmeier den Bundestag auflöst? Oder ob sich Jens Spahn zum Bundeskanzler wählen lässt und gemeinsam mit der FDP eine Minderheitsregierung wagt? Er versteht sich ganz offensichtlich gut mit dem fast gleichaltrigen Christian Lindner. Dann würde es Lindner doch noch zum Vizekanzler schaffen (→ Bundestagswahl 2017).

Angesichts Spahns Berliner Ortshoroskop (16.05.1980, Ottenstein/Münster, Geburtszeit unbekannt) würde ich ihm diesen Schritt jedoch nicht empfehlen, denn es kreuzen sich aktuell beide Alterspunkte, die gleichzeitig im Quadrat zu Chiron stehen, der nach meiner Erfahrung in der Politik mit empfindlichen Niederlagen in Zusammenhang steht.

Was passiert, wenn die SPD keine GroKo will? (SPIEGEL ONLINE)

Literatur:
1 Dr. Firgau/Lukert: Wahlprognose mit Astrologie
Bruno und Louise Huber: Aspektbild-Astrologie
Bruno und Louise Huber: Lebensuhr im Horoskop


Edit 05.03.2018

Die SPD-Mitglieder stimmen mehrheitlich für die Große Koalition und Angela Merkel will sich am 14. März 2018 erneut zur Bundeskanzlerin wählen lassen. Der progressive Solar-AC wird an diesem Tag exakt in der Halbsumme der Saturn/GZ-Konjunktion stehen und jeweils ein Trigon zum Mond und zum nördlichen Mondknoten bilden. Ob diese Auslösung eine stabile Regierung bedeuten kann? Sie erscheint mir empfänglich für schicksalhafte Veränderungen. Merkel betont zwar stets, sie wolle bis zum Ende der Legislaturperiode durchregieren, aber heutzutage sind solche Vorhaben nicht mehr so planbar wie noch vor zehn Jahren.

Angela Merkel progr. Solar-AC 14.3.2018

 

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