Das Zentrum der Galaxie M87

Erstes Bild eines Schwarzen Lochs

Das Event Horizon Telescope (EHT) verbindet acht auf der ganzen Welt verteilte Teleskope und bildet so ein virtuelles Radioteleskop in Erdgröße mit einer außerordentlich hohen Empfindlichkeit und Auflösung. Dieser gigantische Teleskopschirm ist in der Lage, in die tiefsten Tiefen des Weltalls zu schauen bzw. eigentlich zu horchen, denn Radioteleskope empfangen keine Bilder, sondern sie messen die Radiofrequenzstrahlung aus dem All. Mit dem EHT möchten die Forscher insbesondere die Radioquellen im Zentrum unserer Milchstraße – Sagittarius A* – und im Zentrum der Supergalaxie M87 – Virgo A – untersuchen. Dazu wurden zunächst Messungen der Galaxie M87 vorgenommen, die zu einem anschaulichen Bild des Zentrums dieser Riesengalaxie umgewandelt werden konnten. Wie von Wissenschaftlern seit langem vermutet, zeigt es ein schwarzes Loch im Zentrum eines strahlenden Feuerkreises. Dies bestätigt ein weiteres Mal, dass Albert Einsteins Relativitätstheorie wahr ist.

Supergalaktisches Zentrum M87 (EHT)

Mit dem Bild, das am 10. April 2019 präsentiert wurde, gelang der anschauliche Beweis, dass sich im Zentrum der Galaxie M87 keine gigantische Supersonne, sondern „nur“ ein dunkles Nichts findet, das jedoch mathematischen Berechnungen zufolge über eine enorme Masse verfügt, nämlich im Fall von M87 die von 6,6 Milliarden Sonnen. Man geht heute davon aus, dass diese supermassereichen Schwarzen Löcher bereits unmittelbar nach (vielleicht sogar mit) dem Urknall entstanden sind (primordiale Schwarze Löcher) und seitdem das Universum mit seinen Milliarden Galaxien strukturieren.

Die Bilder beruhen auf Messungen, die zwischen dem 5. und 11. April 2017 mit acht verschiedenen Radioteleskopen durchgeführt wurden.³ Die dort gesammelten Daten wurden am Haystack Observatorium (MIT) in Cambridge MA/USA und im Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn zu dem Bild verarbeitet, das auf der Pressekonferenz präsentiert wurde.

Im supergalaktischen Jahreshoroskop (Sonne ☌ M87) für das Jahr 2016/17 (24.09.2016, 22:22:27 UT, M87 2°17’09“ Waage)* steht die Sonne gemeinsam mit Jupiter in Konjunktion mit M87. Im weiten Quadrat dazu steht Mars in Konjunktion mit dem GZ. Gemeinsam mit der Venus Anfang Skorpion bilden sie ein kleines Lerndreieck.

Auf Bonn berechnet steht Pluto am Solar-DC, Merkur Konjunktion aufsteigender Mondknoten am Solar-IC und der Solar-MC in der Halbsumme Chiron/Neptun. Als die Messungen am 5. April 2017 begannen, stand der progressive Solar-AC in Opposition zum Mond, Sextil Chiron und Quadrat Uranus, bei der letzten Messung am 11. April schließlich im Halbsextil zur Mars/GZ-Konjunktion. In Cambridge Massachusetts kulminierte die Mars/GZ-Konjunktion am Solar-MC. Die Messungen begannen beim Sextil des Solar-ACpr zu Mars/GZ und wurden beim Quadrat zum Mond beendet. Aus den gewonnenen Messdaten wurde nun in einem äußerst komplizierten Verfahren eine realistische bildliche Darstellung des galaktischen Zentrums in M87 erstellt.

Im letzten Horoskop der Sonnen-Wiederkehr auf M87 (25.09.2018, 10:34:41 UT, M87 2°18‘41“ Waage) liegen in Bonn mit Jupiter und Neptun zwei Planeten auf einer Hauptachse, die eine das Bewusstsein erweiternde Wirkung ausüben, indem sie neue Informationen, Erkenntnisse und Anschauungen ermöglichen. In den USA stehen Sonne/M87 mit Merkur „maximalbedeutsam“ am Solar-AC, gegenüber Chiron auf dem Nullpunkt des Zodiaks in Konjunktion mit dem Mond am Solar-DC. Saturn am Solar-IC wirkt als stabiles tragendes Fundament. Vielleicht erblickte als erstes hier ein menschliches Auge das Bild des supergalaktischen Zentrums, um sich fest in das kollektive Bewusstsein der Menschen einzuprägen.

Die Galaxie M87 liegt rund 55 Mio. Lichtjahre entfernt im Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens Virgo Cluster (VCl). Entdeckt wurde sie am 5. Mai 1779 von Johann Koehler in Dresden. Das Horoskop ist provisorisch auf den dortigen Meridiandurchgang der Galaxie berechnet. Die Bezeichnung M87 für Messier 87 geht auf den französischen Astronomen Charles Messier zurück, der diesen „Nebel” fünf Tage nach der Entdeckung des Planeten Uranus am 18. März 1781 während des Meridiandurchganges in Paris erstmals in seinem Fernrohr beobachtete und unter der Nummer 87 in seinen Katalog aufnahm.¹

In beiden Entdeckungshoroskopen spielt der Planet Neptun eine wichtige Rolle. Bei Koehlers Entdeckung stand er auf 29° in Konjunktion mit M87, bei Messiers Beobachtung kulminierte Neptun gemeinsam mit der Galaxie M87, die auf die Ekliptik projiziert den letzten Grad des Tierkreiszeichens Jungfrau erreichte, den Neptun-Grad bei Koehlers Entdeckung des Nebels. Vor allem in Messiers Beobachtungshoroskop spielt Neptun als Zielpunkt der Aspektlinien eine herausragende Rolle, die einen wichtigen Hinweis auf die Qualität und Wirkungsweise dieser Galaxie gibt.

Psychologisch formuliert bedient sich das Selbst (der Kreis in der Mitte) der Planeten-Fähigkeit Neptun, wenn es darum geht, sich in eine andere Wesenheit, sei es Mensch oder Tier, hineinzuversetzen, sich mit ihr zu identifizieren, Empathie zu entwickeln. Dies entspricht einer besonderen Form der Kommunikation: Wenn ich mich vollkommen mit jemandem identifiziere, mit ihm „eins“ werde, dann kann ich genau nachempfinden, was er denkt und fühlt. Ich kann so über meinen Wahrnehmungshorizont hinausgehen und Grenzen, die auf der physischen Ebene bestehen, auflösen. Neptuns Ziel ist die ideale, perfekte Kommunikation, das totale Verstehen, die vollkommene Akzeptanz, oder schlicht: die Liebe. Wir besitzen die Fähigkeit zur Identifikation seit unserer Geburt, denn schon als Säugling waren wir in der Lage, uns mit der Umwelt und später mit unserer Mutter vollkommen eins zu fühlen.

In letzter Konsequenz befähigt uns ein „kultivierter“ Neptun zur Erfahrung, dass unser bewusstes Ich nicht von den anderen getrennt ist, sondern durch die Identifikation mit dem Höheren Selbst mit „Allem was ist“ verbunden ist. (→ Neptun: Empathie, Identifikation, Liebe)

M87 Beobachtungen 1779 und 1781

Vinzent Liebig weist in seiner Deutung des Messier’schen Entdeckungshoroskops der Galaxie M87² auf eine besondere Psychodynamik hin, in der „gemeinschaftliches Erleben zum Selbst-Erleben wird“, zur Selbst-Erfahrung der ALL-EIN-HEIT mit dem Ganzen, wie sie häufig von Mystikern aller Traditionen beschrieben wird. M87 als „Galaxie der Mystiker“. Sie könnte auch „Christus-Galaxie“ genannt werden, denn der dominante Neptun steht in der Astrologischen Psychologie für die Kind-IMAGO, zum Beispiel das geistige Leitbild des göttlichen Kindes Jesus Christus, dessen Auferstehung von den Toten in wenigen Tagen erneut gefeiert wird.

Das nächste Projekt des EHT richtet sich auf das Zentrum unserer Milchstraße: Sagittarius A* (Sgr A*).

* Datenquelle: Solar Fire v9.0.25

Lesetipp:
1 Starfish-Blog: Messier-Objekte
Starfish-Blog: Neptun – Empathie, Identifikation, Liebe
2 Vinzent Liebig: M87 – Das astrologische Portrait einer Galaxie
3 EHT Standorte:

  • Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA)
    23°01′09″S 67°45′12″W
  • Atacama Pathfinder Experiment (APEX)
    23°00′21″S 67°45′33″W
  • Heinrich Hertz Submillimeter Telescope
    32°42′5.8″N 109°53′28.48″ W
  • IRAM 30m millimeter radio telescope
    37°03′58″N 3°23′34″W
  • James Clerk Maxwell Telescope (JCMT)
    19°49′22″N 155°28′37″W
  • Large Millimeter Telescope (LMT)
    18°59′09″N 97°18′53″W
  • South Pole Telescope (SPT)
    90°S 0°E
  • Submillimeter Array (SMA)
    19°49′27″N 155°28′41″W

 

 

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