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Neptun/Pluto Konjunktion Uranus

Die geistigen Planeten wurden erst in der Neuzeit entdeckt. Sie erschließen sich dem Menschen nicht mit bloßem Auge, sondern er benötigt technische Hilfsmittel, um sie erkennen zu können.

Die Konjunktionen von Neptun und Pluto folgen einem Zyklus von annähernd 500 Jahren Dauer. Die letzte Konjunktion ereignete sich vor 125 Jahren. Die kulturhistorischen Entwicklungen der letzten fünftausend Jahre im Spiegel der Konjunktionen zwischen Neptun und Pluto wurden bereits mehrfach thematisiert (zuletzt im Meridian 2/2017: Der Neptun-Pluto-Zyklus von Anne C. Schneider).

577 v. Chr.

Die Konjunktion des Jahres 577 v. Chr. hatte eine Besonderheit, denn Uranus stand damals nur viereinhalb Grade entfernt. Es ereignete sich eine „große“ Konjunktion von Uranus mit Neptun und Pluto im Zeichen Stier. Das Zeichen kann man sich in diesen Jahren durch die Anwesenheit von drei geistigen Planeten mit einer außerordentlichen geistigen Potenz aufgeladen vorstellen. Wird schon eine Konjunktion von Uranus mit Neptun oder mit Pluto als äußerst intensiv und machtvoll erlebt, bedeutet eine enge Konjunktion aller drei geistigen Planeten eine enorme Verstärkung, denn sie beherrschen als kollektive Archetypen den Geist der jeweiligen Zeit und prägen das Bewusstsein der Menschheit unter Umständen für Jahrtausende. Weiterlesen

Heliozentrische Planetenknoten

Als Planetenknoten bezeichnet man die Schnittpunkte der Planetenbahnen mit der Ekliptik. Wie beim Mondknoten gibt es je Planet einen aufsteigenden und einen absteigenden Knoten. Beim aufsteigenden Knoten überquert der Planet die Ekliptik in Richtung Norden (Nordknoten), beim absteigenden wandert er südwärts (Südknoten).

Heliozentrische Planetenknoten (Grafik: Harald Zittlau)

Heliozentrische Planetenknoten (Grafik: Harald Zittlau)

Nur die heliozentrischen Planetenknoten bilden eine Achse, weshalb humanistisch orientierte Astrologen wie Dane Rudhyar, Jeff Green, Noel Tyl und auch Bruno Huber ihnen den Vorzug geben. Da sie mit der Bewegung der Erde um die Sonne zusammenhängen, sollte bei der Deutung immer die Sonne als Zentralgestirn unseres Systems berücksichtigt werden. Im Zentrum steht dort nicht die Erde und die Persönlichkeit, das „niedere“ (irdische) Selbst, sondern die Sonne als Zentrumsfaktor des „höheren“ Selbst (Seele). Der Beobachter im Zentrum des Horoskops wird einer neuen Perspektive gewahr: der solaren. Weiterlesen

Prince

Im Horoskop des kürzlich verstorbenen Musikers Prince befinden sich vergleichsweise viele Planeten in Grenzgraden, das heißt im ersten oder letzten Grad eines Zeichens.

Prince Radix0°-Stellungen (und jene von 29°) scheinen im Zodiak eine ähnliche Wirkungsweise zu haben wie die Talpunkte in den Häusern. Nach außen wirken Planeten dort schwach, mit wenig Energie ausgestattet. Sie haben dort allerdings im Idealfall Zugang zu einer Ebene, die unbestimmt und frei ist, wo neue Schöpfungen möglich sind. Man kann dort auf nichts Vorgefertigtes zurückgreifen, sondern man muss sich sozusagen dem Universum anvertrauen und warten, welche Türen zu neuen Wegen und Lösungen es öffnet. Mit blindem Aktionismus ist man hier meistens schlecht beraten. In der indischen Astrologie nennt man den ersten und letzten Grad eines Zeichens „Sandhi“, was auch mit „der Raum zwischen Himmel und Erde“ übersetzt werden kann.

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