Archiv der Kategorie: Mond

Persönlichkeit – Drei Ich-Instanzen

15. Dez 2012 – 08:38:30

Vor einigen Monaten begann ich eine kleine Serie über das Ich und das Selbst im Horoskop aus Sicht der Astrologischen Psychologie. Im Text über Das Ich im Horoskop ging es um die Entstehung des Ich aus Sicht der frühkindlichen Entwicklung, während es im Text über Ich und Selbst im Psychosynthese-Ei um die Beziehung der Begriffe Ich und Selbst geht, die ich am Modell des Psychosynthese-Ei darstelle. Die Astrologische Psychologie verwendet in diesem Zusammenhang oft den Begriff Persönlichkeit, der in der Psychologie keine eindeutige, festgelegte Definition findet. Es kursieren mehrere Dutzend Theorien über die Persönlichkeit, und die Astrologische Psychologie ergänzt diese um die astrologisch-psychologische Sicht. Weiterlesen

Nakshatra Rohini, Hasta, Shravana (Mond)

01. Dez 2012 – 10:01:14

MondDer Mond steht in der indischen Astrologie für Manas, das die Welt „reflektierende Bewusstsein“. Häufig wird das Sanskritwort Manas in die deutsche Literatur mit „Geist“ übersetzt – ein schwammiger und mehrdeutiger Begriff der deutschen Sprache, der den Kern der Sache in Bezug auf die Bedeutung des Mondes leider nicht wirklich trifft. Eine mögliche Definition ist: das Bewusstsein im Allgemeinen, das, was über die Dinge nachdenkt und nachfühlt. Der Mond fühlt nicht nur, er denkt auch, er ist das Gemüt, das „abhängige, nachdenkende, meist konditionierte Bewusstsein“ (David Frawley). Oder auch: „das meinende Selbst“, in Anlehnung an einen Kommentar zum Yogasutra des Patanjali durch den Autor R. Sriram.  Weiterlesen

Das Ich im Horoskop

06. Jun 2012 – 14:09:15

Was ist eigentlich das „Ich“?

Bei Wikipedia lese ich über diesen Begriff:

Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen natürlichen Person, zurückweisend auf das Selbst des Aussagenden.

Das Wort „Ich“ bezeichnet mich, mein individuelles Sein. Individuell bedeutet: getrennt von anderen Seienden (oder auch Nicht-Seienden). Zum Begriff Ich-Erleben erklärt uns Wikipedia weiter:

Das Ich erlebt der Mensch als das eigene Sein in den Ausdrucksformen von Denken, Fühlen und Handeln und betrachtet sich insofern auch meist als den Urheber derselben. Das Ich wird daher als Persönlichkeitsmittelpunkt empfunden, der die Struktur der Person maßgeblich bestimmt.

Ich-Denkmal Weiterlesen

Tithis – 30 indische Mondphasen

20. Apr 2012 – 09:31:17

Seit Jahrtausenden beobachtet der Mensch mit besonderer Aufmerksamkeit den Mond in seiner täglich sichtbaren Wandelbarkeit. Die frühesten schriftlichen Aufzeichnungen eines Mondkalenders stammen aus Mesopotamien und dem Babylonischen Reich. Der babylonische Mondkalender kannte 30 Tage. In Indien ist seit Jahrtausenden bis auf den heutigen Tag ein Mondkalender in Gebrauch, der sehr große Übereinstimmung mit dem babylonischen Mondkalender besitzt. Ein lunarer Tag, das ist ein Dreißigstel des lunaren Monats, wird dort Tithi genannt.  Weiterlesen

Das Mondknotenhoroskop

Sonne und Mond

 

 

Die indische Astrologie definiert die Sonne als Symbol für das göttliche Bewusstsein, den Atma oder Purusha, das schauende Selbst. Dieses wahre Selbst ist unveränderlich, unbeeinflusst und unbeeinflussbar.

SonneDie Astrologische Psychologie deutet die Sonne etwas pragmatischer als das autonome Ich, das unabhängig von Bestätigungen seitens der Umwelt ein sicheres und festes Bewusstsein seiner selbst aufbauen kann. Die Dimension des wahren Selbst verortet die Astrologische Psychologie im Raum des leeren Kreises in der Horoskopmitte.

MondDer Mond symbolisiert in der indischen Astrologie Manas oder Citta, die Gesamtheit aller Denk- und Wahrnehmungsprozesse, das meinende Selbst. Manas bzw. Citta ist berührbar, beeinflussbar, veränderlich und wechselhaft, steht somit im Gegensatz zur unveränderlichen Sonne. Die Aufgabe des Mond-Bewusstseins ist es u.a., das strahlende Licht der Sonne zu reflektieren, es für das menschliche Bewusstsein in kleinen Portionen leichter aufnehm- und verdaubar zu gestalten. Weiterlesen

Neptun – Empathie, Identifikation, Liebe

29. Jan 2012 – 12:48:03

In der Astrologischen Psychologie fassen wir die Planeten als Werkzeuge des inneren Wesenskerns auf, der in der Horoskopzeichnung durch den leeren Kreis in der Mitte dargestellt ist. Der innerste Kreis symbolisiert das Höhere (Wahre) Selbst, das Aspektbild seine Bewusstseinsstruktur und die Planeten seine Werkzeuge, mit denen es in der irdischen Welt agieren und reagieren kann. Die Planeten bieten dem Selbst die Handlungsmöglichkeiten und -fähigkeiten. Weiterlesen

Die Mondknoten Rahu und Ketu

11. Nov 2011 – 14:47:34

Die indische Astrologie bezeichnet die beiden Mondknoten Rahu und Ketu als chaya-grahas, „Schattenplaneten“. Der Name bringt zum Ausdruck, dass die Mondknoten für das Auge unsichtbar sind, wie auch der Aszendent, der im Osten aufsteigende Punkt der Ekliptik, nicht sichtbar ist. Es handelt sich jeweils um hypothetische Punkte, denen kein physisch vorhandener Himmelskörper entspricht.

Horizontachse astronomischDer Aszendent (AC) ist das Tierkreiszeichen, das zum Zeitpunkt der Geburt vom Ort der Geburt aus gesehen am östlichen Horizont aufgeht. Schaut man in diesem Moment nach Westen, geht dort gerade ein Tierkreiszeichen unter – der Deszendent (DC). Die Tierkreiszeichen sind gleich große Abschnitte der Ekliptik, der scheinbaren Bahn der Sonne um die Erde. Das Tierkreiszeichen an sich ist wie der Aszendent unsichtbar. Wir können nur Sternbilder am Himmel sehen, keine Tierkreiszeichen. Sternbilder und Tierkreiszeichen haben zwar (unglücklicherweise) dieselben Namen, sind aber nicht die gleiche Sache. Weiterlesen

Esoterische Deutung des Aszendenten Krebs

13. Jul 2011 – 07:36:11

Dein Aszendent liegt im Zeichen Krebs. Der exoterische Herrscher Mond steht im Stier auf der 11. Hausspitze. Der esoterische und hierarchische Herrscher Neptun steht in Steinbock im 6. Haus.  Weiterlesen

Prinz William und seine Mutter

01. Mai 2011 – 15:44:49

Es ist immer wieder beeindruckend, wie detailliert einzelne Lebensgebiete mit Hilfe der vedischen Astrologie analysiert werden können. Auf meiner Starfish-Webseite habe ich die vedischen Deutungsmethoden anhand des Rashi* von Lady Diana demonstriert. Nun folgt eine Analyse der Beziehung ihres Sohnes William zu seiner Mutter.  Weiterlesen

Der balsamische Mond

03. Dez 2010 – 11:08:42

Als ich heute Morgen gegen 7.00 Uhr die Jalousien hochzog, fiel mir ein hell leuchtender Stern auf. Ich weiß natürlich: so hell leuchtet kein „Stern“, das ist die Venus! Ein wunderschöner, strahlender Morgenstern. Etwas tiefer entdeckte ich die ganz schwach leuchtende Mond-Sichel: der balsamische Mond.

Balsamischer Mond am 3.12.2010

Balsamischer Mond am 3.12.2010

Auf der nebenstehenden Abbildung des Sternenhimmels für diesen Moment, die ich mit der Software Stellarium erstellt habe, ist die Mondsichel unten links kaum noch erkennbar. Sie wirkte unter der hell strahlenden Morgen-Venus wie dahingehaucht und in Auflösung begriffen.

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Die drei Gunas

06. Aug 2010 – 14:30:25

Sowohl die Wissenschaft vom Leben Ayurveda (die traditionelle indische Heilkunst) als auch die Wissenschaft vom Licht Jyotish (die indische oder vedische Astrologie) beruhen neben anderen indischen Philosophien auf dem Shankya-Yoga des mythologischen indischen Weisen Shri Kapiladeva. Der Shankhya-Yoga (auch Sankhya oder Samkhya-Yoga) ist der Weg der Analyse von Körper, Seele und Bewusstsein, um den Unterschied von Materie und Bewusstsein zu verstehen, zu verinnerlichen und dadurch das reine Bewusstsein in sich zur Entfaltung zu bringen.

Shri Kapiladeva formulierte u. a. die zwei grundlegenden Elemente des Universums: Purusha und Prakriti. Purusha ist die männliche und Prakriti die weibliche Energie, die beide von Avyakta, dem Unmanifestierten, umfangen werden. Purusha ist nicht manifest, ohne Eigenschaften, ohne Form oder Farbe. Purusha ist die passive, nicht wählende Bewusstheit jenseits von Raum und Zeit, Ursache und Wirkung. Prakriti hingegen hat Form, Farbe und Eigenschaften. Prakriti ist die wählende Bewusstheit, das Eine, das zum Vielen werden will. Purusha ist reine Energie, die Prakriti aktiviert. Prakriti erschafft alle Formen im Universum, während Purusha Zeuge dieser Schöpfung ist. Das Universum wird aus dem Leib von Prakriti geboren, daher können wir Prakriti auch als die göttliche Mutter bezeichnen. Weiterlesen

Sonne und Mond – Sein und Geist

24. Mär 2010 – 17:28:01

In der vedischen Astrologie ist die Sonne Symbol für Atman, das Selbst des gesamten Universums. Sie ist Brahman, die Weltseele, die mit der individuellen Seele im Wesen identisch ist. Sie ist das göttliche Wesen, das im Herzen aller Wesen als ihr Wahres Selbst wohnt. Der Mond symbolisiert das Bewusstsein im Allgemeinen: das, was über die Dinge nachdenkt, der Geist; im Sanskrit: Manas. Die Sonne symbolisiert das Selbst, das unabhängige, unmittelbar wahrnehmende Bewusstsein, während der Mond für unsere Mentalität, unser Gemüt steht, unser abhängiges, nachdenkendes und in der Regel konditioniertes Bewusstsein.

Mond

Vollmond – Er-Leuchtung

Der Geist – Mond – kann Sein oder Wirklichkeit – die Sonne – nicht erkennen. Er kann nur ihre Erscheinung widerspiegeln. Der Geist an sich bzw. der Verstand hat keine eigene Wirklichkeit, kein Sein. Daher ist der Mond auch nie vollkommen gegenwärtig oder präsent. Dieses Privileg obliegt der Sonne, dem Sein. Bildet der Geist = Mond eine Einheit mit dem Sein = Sonne, reflektiert er das Sein und die Wirklichkeit der Sonne in einer vollkommenen Art und Weise. Wir nennen diesen Zustand Er-Leuchtung. Weiterlesen

Vater & Sohn: Bruce und Brandon Lee

27. Nov 2009 – 21:46:59

In der Astrologischen Psychologie wird der Form des Aspektbildes eine große Bedeutung beigemessen. Will man nach den Deutungsregeln des Schweizer Astrologen Bruno Huber ein Horoskop deutend erfassen, betrachtet man zunächst das Aspektbild und schaut, welche Bild-Assoziationen es in uns weckt.

Das Aspektbild der Ikone des Martial-Arts-Genres, Bruce Lee, sieht folgendermaßen aus:

Bruce Lee RadixEs drängt sich schnell das Bild eines „fliegenden Kämpfers“ auf, der von einer erhöhten Position in Hockstellung herunter springt auf die Jupiter/Saturn-Konjunktion an der 6. Hausspitze, die Arme zu einer für den chinesischen Kampfsport typischen Haltung erhoben. Es ist dies ein äußerst dynamisches und waches Aspektbild durch die schlanke Figur und die zahlreichen grünen Bewusstseinsaspekte. Die roten Energie-Aspekte, insbesondere die Quadrate von Pluto zu Venus/Mars und zu Jupiter/Saturn offenbaren starke, fast übermenschliche (Pluto) Kräfte, die ästhetisch (Venus) zum Ausdruck gebracht werden können. Weiterlesen

Michael Jackson: Chandra Lagna Chakra

30. Jun 2009 – 12:14:48

Wir haben es sicher alle in der Presse gelesen, im Radio gehört und im Fernsehen gesehen: Am 25. Juni 2009 starb Michael Jackson mit nur 50 Jahren.

Seine Geburtszeit ist nicht sicher bekannt. Die indische Astrologie bietet ein sehr nützliches Werkzeug, wenn die Geburtsstunde zwar nicht bekannt ist, aber doch Sicherheit über die Zeichenposition des Mondes herrscht: das Chandra Lagna Chakra.

Chandra Lagna Chakra (siderisch)

Chandra Lagna Chakra (siderisch)

Bei dieser Horoskopvariante nimmt man das Mondzeichen als Lagna (Aszendent) und deutet das Horoskop wie ein Rashi, wobei man auch die gängigen Yogas in die Deutung einbeziehen kann.  Weiterlesen

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