Archiv der Kategorie: Esoterischer Zeichenherrscher

Śri Aurobindo Ghose

Vom indischen Freiheitskampf zum Integralen Yoga

Radix

Radix

Aurobindo Ghose kam am 15. August 1872 in Kalkutta auf die Welt1. Sein Titel Śri weist in Indien auf eine Person hin, der Respekt zu erweisen ist. Sein Vorname Aurobindo ist ein Sanskritname für Lotus (aravinda), die Blume, die später in seinem Symbol auftauchen wird. Sein Vater war Arzt, der seine Söhne nach Großbritannien in die Schule schickte, als Aurobindo sieben Jahre alt war. Als Atheist wollte der Vater seine Söhne von indischen Einflüssen fernhalten und ihnen eine ausschließlich europäische Ausbildung zukommen lassen. Zurück in Indien sollten sie in der britischen Verwaltung wichtige Posten übernehmen. Weiterlesen

Terror – Prozess der Willensbildung

Gestern Abend lief ein Experiment im Fernsehen, über das im Anschluss diskutiert wurde. Es ging um einen fiktiven Gerichtsprozess. Ein Kampfpilot der deutschen Bundeswehr schießt eine Passagiermaschine ab, die von Terroristen entführt worden ist und auf das mit 70000 Menschen besetzte Olympiastadion zusteuert. Der Pilot erhielt den Befehl, die Maschine NICHT abzuschießen, was dem Grundgesetz entspricht. Der Pilot stellt jedoch sein Gewissen über das Grundgesetz und schießt die Maschine ab. Ist er des Mordes an den Flugzeuginsassen schuldig zu sprechen?  Weiterlesen

Dreidimensionale Horoskopdeutung

Früher gab man sich mit zwei Seiten einer Sache zufrieden: sie war entweder schwarz oder weiß, gut oder schlecht, richtig oder falsch. Stellt man sich diese dualistische Sichtweise grafisch vor, kommt eine „zweidimensionale Grafik“ heraus:

zweidimensional

Doch sobald ein dritter Pol hinzukommt, ein Grau oder ein Gelb, das Sowohl-als-Auch, wird die Grafik größer:

dreidimensional

Bezieht man diese dreidimensionale Sicht auf alle Horoskopfaktoren, also auf Planeten, Zeichen, Häuser und Aspekte, so sind diese eigentlich dreifach zu deuten. Seit dem Altertum kennt man die Dreiteilung des Menschen in Körper – Seele – Geist. Jeder hat schon davon gehört und kann sich etwas darunter vorstellen. Die „dreidimensionale Horoskopdeutung“, wie sie Louise Huber vertreten hat, deutet das Horoskop jeweils aus Sicht dieser drei Teile. Denn körperlich gesehen erlebt man zum Beispiel Saturn auf andere Weise als aus seelischer oder geistiger Sicht. Der Körper ist als physische Dimension zu sehen, die Seele die emotionale und der Geist die mentale. Weiterlesen

Das Mondknoten-/AC-Verhältnis

Der Aszendent

Das Zeichen am Aszendenten zeigt an, durch welche Zeichenqualität wir als Seele in unserem Leben wirksam werden wollen. Sie ist das Ziel und gleichzeitig der Weg. Das AC-Zeichen zeigt die Qualität an, die wir entwickeln sollen, um unserem Ziel entgegen zu gehen.  Weiterlesen

Anandamayi Ma, die „glückselige Mutter“

12. Okt 2012 – 13:20:53

»Mein Bewußtsein hat sich niemals mit diesem vergänglichen Körper identifiziert. Ehe ich auf diese Erde kam, Vater, war ich die gleiche. Als kleines Mädchen war ich die gleiche. Ich wuchs zur Frau heran und war immer noch die gleiche. Als die Familie, in die ich hineingeboren wurde, Vorbereitungen traf, diesen Körper zu verheiraten, war ich die gleiche. Jetzt vor Dir, Vater, bin ich die gleiche. Und in alle Ewigkeit, solange das Spiel der ewig wechselvollen Schöpfung an mir vorbeizieht, werde ich die gleiche sein.«

Anandamayi Ma

Anandamayi Ma

Dies antwortete Anandamayi Ma, als Paramhamsa Yogananda auf seiner letzten Reise durch Indien die „Incarnate Divine Mother“, die Inkarnation der Göttlichen Mutter, im Dezember 1935 nach ihrem Leben befragte (Quelle: Paramhamsa Yogananda: Autobiographie eines Yogi).

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Neumond in Zwillinge

18. Jun 2012 – 15:52:40

zwillingeIm Juni 2012 finden zwei Neumonde im Zeichen Zwillinge statt. Diese Häufung ist ein ungewöhnliches Ereignis, das wir als ein Omen sehen können, das uns dazu auffordert, mehr über die Bedeutung des Zeichens Zwillinge in unserem Leben nachzudenken. Das Zeichen Zwillinge wurde im Starfish-Blog in den letzten Wochen mehrfach thematisiert, denn einige bedeutsame Ereignisse finden dieses Jahr in den Zwillingen oder in engem Zusammenhang mit der Zeichenqualität statt. Zunächst war die Sonnenfinsternis (Neumond) vor dem Goldenen Tor der Ekliptik, dann die inhaltliche Verbindung zwischen dem Tierkreiszeichen Zwillinge und dem Thema der so genannten „Galaktischen Annäherung“ im Jahre 2012. Ein Höhepunkt ist sicher der seltene Venustransit, ebenfalls im Zeichen Zwillinge. Und all dem setzt der Kosmos noch eins drauf und serviert uns in diesem Jahr einen zweiten Zwillinge-Neumond.

Zwillinge (Urania's Mirror)

Zwillinge (Urania’s Mirror)

Ich fasse deshalb nochmals die wesentlichen Deutungspunkte zum Zeichen Zwillinge zusammen: Zwillinge ist ein veränderliches Luftzeichen, d.h. sehr beweglich, sehr auf mentalen Austausch bedacht, neugierig, lernbegierig, vermittelnd und mitteilsam. Menschen, in deren Horoskop dieses Zeichen betont ist, brauchen stets neue Eindrücke. Am liebsten wären sie an zwei oder mehr Orten gleichzeitig.

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Venus im Rückwärtsgang

17. Mai 2012 – 16:05:17

Die Venus ist der erdnächste Planet im Sonnensystem, und Venus und Erde haben auch fast die gleiche Größe – als seien sie Zwillings-Geschwister. In ihrem Tanz mit der Erde um die Sonne kreiert die Venus ein ganz besonderes Bild: das Pentagramm der VenusWeiterlesen

Esoterische Deutung des Aszendenten Krebs

13. Jul 2011 – 07:36:11

Du hast einen Krebs-Aszendenten. Der exoterische Herrscher Mond steht im Stier auf der 11. Hausspitze. Der esoterische und hierarchische Herrscher Neptun steht in Steinbock im 6. Haus.  Weiterlesen

Der geistige Entwicklungsweg in den zwölf Zeichen

3. Jan 2011 – 13:04

Der Bedeutungsgehalt der zwölf Tierkreiszeichen kann anhand von sieben Punkten beschrieben werden.

Zunächst einmal ist da das Symbol, mit dem wir das Zeichen darstellen. In den meisten Fällen bringt es eine wesentliche Grundqualität des Zeichens zum Ausdruck.

Die Kreuzqualität (kardinal, fix oder veränderlich) gibt uns Aufschluss über die grundlegende Motivation des jeweiligen Zeichens, das Temperament (Feuer, Erde, Luft oder Wasser) über die Art und Weise des Vorgehens, über die Verhaltensweise. Weiterlesen

Dritte Jupiter/Uranus-Konjunktion und Sonnenfinsternis in Steinbock

31. Dez 2010 – 15:54:16

Die Esoterische Astrologie und im Besonderen die Astrologische Psychologie beschäftigt sich mit den Gesetzmäßigkeiten und Herausforderungen, denen der Mensch auf dem Entwicklungsweg von der begrenzten irdischen Persönlichkeit hin zum Gewahrsein seines unvergänglichen Seelenkerns begegnet.

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Jungfrau – Die Mutter und das Kind

03. Aug 2010 – 12:31:14

Sternbild Jungfrau (Virgo)

Sternbild Jungfrau (Virgo)

Das Sternbild Jungfrau gehört zu den ältesten von Menschen identifizierten Sternkonstellationen. In Sumer und Babylon war dieses Sternbild unter dem Namen Kornähre oder Ackerfurche bekannt. Sein heliakischer Aufgang zeigte den damaligen Bauern den nahenden Beginn der Feldarbeit. Der hellste Stern dieser Konstellation ist Spica (heute auf rund 24° Waage im tropischen Tierkreis), was ebenfalls mit Kornähre übersetzt werden kann (vergleiche engl. „spike“ und span. „espiga“ für Ähre). Das Sternbild erhielt offensichtlich durch diesen Fixstern seinen Namen.

Traditionell wird das Sternbild als junge Frau dargestellt, die in ihrer linken Hand eine Kornähre hält (dort, wo sich der Stern Spica befindet) und in der rechten einen jungen Ast oder einen Palmwedel.

Virgo (Uranias Mirror)

Virgo (Urania’s Mirror)

Die lateinische Bezeichnung für Jungfrau ist Virgo. Die englische Bezeichnung virgin leitet sich davon ab und setzt sich zusammen aus den Silben „vir-“ (lat. Mann) und „-gyne“ (griech. Frau). Virgin bedeutet demnach Mann-Frau oder ein androgynes Wesen. Die lateinische Übersetzung für Frau ist „vira“. Ein heldenhaftes Mädchen ist eine „virago“, denn sie handelt wie ein Mann (vir + agere). Der lateinische Ausdruck „viriditas“ klingt ebenfalls in der Silbe „vir“ an. Er bedeutet Leben, bei Hildegard von Bingen die „Grünkraft“ und hängt mit Jugendlichkeit zusammen (grüne Triebe an Ästen, „noch grün hinter den Ohren sein“ usw.). Der Name des Zeichens bzw. Sternbildes Jungfrau zeigt demnach eine junge Frau, die ihre männlichen Qualitäten angemessen integriert hat und zum Ausdruck bringen kann.

JungfrauSchon im alten Mesopotamien, in Sumer und im darauf folgenden Babylonischen Reich wurde das Sternbild Jungfrau mit Muttergottheiten in Verbindung gebracht, das heißt mit Bildern der Großen Mutter. Die Verehrung der Großen Mutter (Magna Mater) fand zunehmend Verbreitung, als die Menschen in der Jungsteinzeit sich erstmals dem Ackerbau zuwandten und damit sesshaft wurden (ab ca. 10.000 v. Chr.). Damals kümmerten sich besonders die Frauen um Anpflanzung und Ernte, während die Männer weiterhin der Jagd nachgingen.

Alice A. Bailey bzw. „der Tibeter“ D.K. bringen dieses Sternbild ebenfalls mit der kosmischen Mutter in Verbindung, speziell mit Eva, Isis und Maria.

Eva ist das Symbol der Mentalnatur und des menschlichen Denkens, das durch die Verlockung des Wissens angezogen wird, das man durch die Inkarnationserfahrung gewinnen kann. Eva nahm also den Apfel der Erkenntnis von der Schlange der Materie und leitete damit jenes lange menschliche Unternehmen von Versuch, Erfahrung und Wesensäußerung ein.

Isis repräsentiert dasselbe auf der emotionellen oder astralen Ebene. Eva hat kein Kind in den Armen; der Keim des Christuslebens ist noch zu klein, als dass er sich schon bemerkbar machen könnte; der Involutionsprozess ist noch zu nahe; doch in Isis ist die Wegmitte erreicht; die Beschleunigung dessen, was gewünscht wird, ist eingetreten und so steht Isis folglich in den alten Tierkreisen für Fruchtbarkeit, Mutterschaft und als Hüterin des Kindes.

Maria endlich bringt den Vorgang hinunter auf die Ebene oder an den Ort der Inkarnation, auf die physische Ebene und bringt dort das Christuskind zur Welt. (Esoterische Astrologie)

Isis ist im alten Ägypten die Muttergöttin, die Beschützerin von Himmel und Erde, der Lebenden und der Toten. Nachdem ihr Gemahl Osiris von dessen Bruder Seth ermordet, zerstückelt und in alle Winde zerstreut wurde, macht sie sich auf die Suche, findet alle Teile und setzt sie wieder zusammen zu ihrem Gemahl, dem sie für einen Moment Leben einhauchen kann. Sie zeugen gemeinsam den Sohn Horus, der später den Mord an seinem Vater rächen wird.

Inanna (British Museum)

Inanna (British Museum)

Auch die anderen weiblichen Gottheiten, die in Verbindung mit dem Sternbild Jungfrau stehen, werden mit dem Tod und der Unterwelt konfrontiert. Die sumerische Göttin und Himmelskönigin Inanna sah man im Sternbild Jungfrau verkörpert, das damals zur Zeit der Aussaat in Mesopotamien heliakisch aufging. Inanna steigt in einem alten Mythos in die Unterwelt hinab, um dort ihre Schwester Ereschkigal (Herrin des Großen Unten, über Tod und Wiedergeburt) zu besuchen und alles über das Reich des Todes zu erfahren. Auf ihrem Gang in die Unterwelt muss Inanna an sieben Toren alle Insignien ihrer Macht ablegen und steht zum Schluss nackt und machtlos ihrer Schwester gegenüber, die sie tötet. Sie wird jedoch nach drei Tagen wieder zum Leben erweckt, einerseits durch Hilfe aus der Oberwelt, aber auch durch ihre Schwester Ereschkigal selbst. Inanna kann wieder in die Oberwelt gelangen, nun mit dem Wissen von Tod und Wiedergeburt ausgestattet. Als Pfand muss sie jedoch ihren Gemahl Dumuzi der Unterwelt überlassen.

Die babylonische Göttin Ishtar und die westsemitische Astarte waren vergleichbare Fruchtbarkeits- und Liebesgöttinnen mit ähnlichen mythologischen Geschichten.

Demeter (theoi.com)

Demeter (theoi.com)

Im Römischen Reich wurde das Sternbild Jungfrau mit der Göttin Ceres gleichgesetzt, die wiederum identisch ist mit der griechischen Göttin Demeter. Demeter ist eine dreifache Muttergöttin und zuständig für die Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten. Als dreifaltige Göttin tritt sie in verschiedenen Manifestationen auf: als Jungfrau, Mutter und Alte Frau. Sie hat mit ihrem Bruder und Herrscher des Olymps Zeus (lat. Jupiter) eine Tochter, Kore, die sie abgöttisch liebt. Ihr Onkel Hades (lat. Pluto), der Herr der Unterwelt, verliebt sich in das Mädchen und entführt es mit Zeus‚ Duldung in die Unterwelt. Kore fügt sich, nun Persephone (lat. Proserpina) genannt, in ihr Schicksal. Ihre Mutter Demeter wandert derweil verzweifelt auf der Suche nach ihrer Tochter umher und hindert in ihrem Gram alle Pflanzen am Wachstum. Dies zwingt Zeus zum Eingreifen, denn die ganze Welt droht an Hunger zugrunde zu gehen. Er schickt Hermes (lat. Merkur) in die Unterwelt und es wird eine Einigung erzielt, wonach Persephone nur einen Teil des Jahres in der Unterwelt weilt. Im Winter regiert sie dort mit Hades und verbringt den Frühling und Sommer über der Erde bei ihrer Mutter.

Ein weiterer griechischer Mythos in Verbindung mit dem Sternbild Jungfrau ist jener um Erigone. Ihr Vater Ikarios ist vom Gott Dionysos in die Kunst des Weinanbaus eingeweiht worden. Als Ikarios seinen Knechten eine erste Kostprobe gibt, töten diese ihn, da sie im Rausch glauben, er wolle sie vergiften. Erigone findet mit Hilfe ihrer Hündin Maira nach langem Suchen den Leichnam und erhängt sich vor Gram an einem Baum. Darauf bricht in Athen eine Selbstmordserie aus: junge Athenerinnen erhängen sich reihenweise. Erst als Erigone und Ikarios durch jährliche Opfer gewürdigt werden, nehmen die Selbstmorde ein Ende. Die Götter versetzen Ikarios, Erigone und den hilfreichen Hund an den Sternhimmel: Erigone wurde das Sternbild Jungfrau, Ikarios das Sternbild Bootes und der Hund wurde zum Fixstern Sirius (Hundsstern), nach anderer Lesart auch Procyon im Sternbild Kleiner Hund.

Angesichts dieser mythologischen Geschichten wird der Hinweis des „Tibeters“ D.K. in „Esoterische Astrologie“ noch verständlicher:

Die Jungfrau symbolisiert Tiefen, Dunkelheit, Ruhe und Stille und Wärme; sie ist das Tal der Tiefenerfahrung, in dem Geheimnisse entdeckt und schließlich «ans Licht gebracht» werden; sie ist der Ort der langsamen, sanften und doch machtvollen Krisen und periodischen Entwicklungen, die im Dunkeln stattfinden und dennoch zum Licht führen.

Was den geschilderten Mythen außerdem gemeinsam ist: es muss Zeit verstreichen bzw. ein langer Weg der Suche beschritten werden, bis es zu einer Lösung kommen kann. Geduld ist ein Stichwort für die Jungfrau-Qualität.

MerkurDem Sternbild (und Tierkreiszeichen) Jungfrau werden in der Esoterischen Astrologie zwei Planeten des 4. Strahls zugeordnet: exoterischer Herrscher auf der Persönlichkeitsebene ist Merkur. Esoterischer Zeichenherrscher ist der Mond, durch den hier der esoterische Planet Vulkan wirkt. Merkur und Mond vermitteln die Energie des 4. Strahls: „Harmonie durch Konflikt“. Es müssen Konflikte durchlebt und gelöst werden, bevor ein Zustand der Harmonie eintreten kann.Mond

Vulkan

Vulkan

Der 4. Strahl nimmt unter den Sieben Strahlen eine ganz besondere Stelle ein: er liegt in der Mitte, er verbindet zwei Pole: Materie und Geist, die vordergründige Persönlichkeit mit der „selbst-bewussten“ Seele. Der 4. Strahl entspricht „dem messerscharfen Pfad“ zwischen den Dualitäten. Man kann schnell abstürzen, sich mit dem einen oder anderen Pol identifizieren. Gelingt es jedoch, das Gleichgewicht zu halten, ist eine Verbindung der Welten möglich.

Merkur/Hermes als Planet des 4. Strahls ist in der Mythologie der Götterbote, der das Oben, die Welt der Götter, mit dem Unten, dem Reich der Menschen, verbindet. Er wurde von Zeus in die Unterwelt gesandt, um mit Hades eine Lösung des lebensbedrohlichen Konflikts mit Demeter auszuhandeln. Gefunden wurde eine „vernünftige“ und gerechte Lösung, bei der alle Bedürfnisse berücksichtigt wurden und wieder Wachstum in der Welt der Formen möglich war.

Während Merkur die harmonische Konfliktlösung mithilfe der Vernunft noch auf einer eher vordergründigen (eben exoterischen) Ebene bewerkstelligt, geht diese Arbeit mit dem Mond als esoterischem Herrscher auf der Seelenebene wesentlich tiefer. Hierzu bedarf es zunächst einer schrittweisen Integration der Schattenqualität des gegenüber liegenden Zeichens Fische.Fische Oft gerät die Jungfrau-Qualität angesichts des Chaos der Fische in eine Krise. Sie erlebt ihr Tun wie die mythologische Figur des Sisyphos (dessen nutzloses Rollen des Steines auf den Berg hinauf eine Strafe in der Unterwelt war). Doch der Jungfrau erscheint dies alles vor allem deshalb so sinnlos, weil die äußere Form überbewertet wird. Das Grenzauflösende und die Einsamkeit der Fische machen ihr Angst und lassen scheinbar alle Hoffnung fahren, ähnlich der inneren Todeserfahrung, wie wir sie auch im Wasserzeichen Fische kennen. Die Angst vor Auflösung kann jedoch integriert werden, um in der irdischen Form wieder Sinn und Lebensfreude finden zu können: durch die Liebe.

Der esoterische Saatgedanke für das Zeichen Jungfrau fasst die Synthese der Mythen um die Große Mutter zusammen:

„Ich bin die Mutter und das Kind, ich bin Gott, ich bin Materie“.

 

Etymologie und Symbolik Sternbild Jungfrau
Alice Bailey: Esoterische Astrologie
Isis-Mythos
Inanna-Mythos
Demeter-Mythos

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Das Zeichen Löwe esoterisch betrachtet

18. Jul 2010 – 17:42:03

LöweBei dynamischer Betrachtung der zwölf Tierkeisqualitäten können wir in jedem einzelnen Zeichen einen Entwicklungsprozess erkennen. In jedem Zeichen schreiten wir auf einem bestimmten Entwicklungsweg voran. Dabei geht es im eigentlichen Sinne um eine Bewusstseinserweiterung, um Transformation. Die Bewussteinserweiterung verläuft von der materiellen, vordergründigen, ereignis- oder erfolgsorientierten Ebene (exoterischer Zeichenherrscher) über den Krisenmechanismus des gegenüberliegenden Zeichens (Achsenpolarität) hin zum esoterischen Herrscher, der nur auf einer höheren, mentalen Bewußtseinsebene funktioniert.  Weiterlesen

Neumond in Stier

09. Mai 2010 – 10:09:24

StierDas Symbol für das Tierkreiszeichen Stier zeigt einen geschlossenen Kreis mit einer halbrunden, nach oben geöffneten Schale. Die Schale nimmt Dinge von außen auf, seien sie nun materieller oder immaterieller Natur. Der geschlossene Kreis bewahrt das Aufgenommene sicher im Inneren.  Weiterlesen

Neumond in Fische

14. Mär 2010 – 16:22:06

FischeDas veränderliche Zeichen Fische repräsentiert eine Phase des Übergangs. Das Alte geht zu Ende, das Neue hat sich noch nicht manifestiert, ist noch nicht geboren. Die Welt hängt in einem Schwebezustand. Man weiß in den Fischen, dass ein Zyklus sich dem Ende neigt und dass danach „etwas“ kommt, aber man weiß nicht genau was, hat keine Sicherheit, kann sich nirgends festhalten, denn all das, woran man sich festhalten würde, nähme man als möglicherweise unnötigen Ballast mit in den neuen Zyklus.

PispDie christliche Kirche würdigt diese Zeit des Übergangs mit der 40tägigen Fastenzeit vor dem Osterfest, das immer am Sonntag nach dem ersten Widder-Vollmond gefeiert wird. Beim Fasten enthält man sich der Nahrung, in manchen Religionen oder Kulturkreisen sogar der Flüssigkeitsaufnahme während eines bestimmten Zeitraums. Man übt sich in der Loslösung von weltlichen Genüssen in dem Glauben, so der Seele und vor allem Gott näher kommen zu können.

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